Staatsinvestitionen 2025 auf Rekordniveau: Rüstungsausgaben treiben Anstieg
Staatsinvestitionen 2025: Höchster Anstieg seit 2000

Die staatlichen Investitionen in Deutschland sind im Jahr 2025 so stark gestiegen wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Grund dafür sind vor allem die massiv erhöhten Ausgaben für Rüstungsgüter. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, betrugen die Bruttoinvestitionen des Staates 147,5 Milliarden Euro – ein Plus von 12,3 Prozent oder 16,2 Milliarden Euro im Vergleich zu 2024. Dies ist der höchste Anstieg seit dem Jahr 2000. Einzige Ausnahme war 1999, als aufgrund statistischer Effekte im Zuge der Bahnreform und der Ausgründung von Töchtern der Deutschen Bahn ein etwas höherer Anstieg von 14,0 Prozent verzeichnet wurde.

Rüstung als Treiber der Investitionen

„Grund für den deutlichen Anstieg 2025 war die starke Zunahme der staatlichen Ausrüstungsinvestitionen, zu denen auch Rüstungsgüter zählen“, erklärten die Statistiker. Hintergrund ist der russische Krieg gegen die Ukraine, der die Bundesregierung veranlasst hat, ein Sondervermögen zur Finanzierung der Aufrüstung aufzulegen. Die Ausrüstungsinvestitionen legten 2025 um 47,7 Prozent zu – ein deutlicher Sprung im Vergleich zu 2024, als das Plus lediglich 7,6 Prozent betragen hatte. „Das ist auch auf Mehrausgaben für militärische Waffensysteme und sonstige Beschaffungen der Bundeswehr zurückzuführen“, so das Bundesamt.

Bauinvestitionen schwächeln

Während die Rüstungsausgaben kräftig stiegen, fielen die staatlichen Bauinvestitionen mit einem Plus von 2,0 Prozent deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass die Baupreise in den Jahren 2022 bis 2024 ebenfalls stark gestiegen waren. Die Investitionen in sonstige Anlagen – vor allem in Forschung und Entwicklung sowie Software – nahmen 2025 um 5,2 Prozent zu.

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Steigender Anteil an den Staatsausgaben

Der Anteil der Bruttoinvestitionen an den gesamten Staatsausgaben stieg 2025 auf 6,5 Prozent, nach 6,1 Prozent im Jahr 2024 und rund 5,9 Prozent im Jahr 2023. „Die Bruttoinvestitionen des Staates stiegen somit in den letzten beiden Jahren stärker an als die Staatsausgaben insgesamt“, betonten die Statistiker. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei 5,0 Prozent.

Entwicklung im Zeitverlauf

Bereits in den Jahren zuvor hatten die Bruttoinvestitionen in jeweiligen Preisen (nominal) deutlich zugenommen: 2024 um 9,3 Prozent, 2023 um 4,2 Prozent und 2022 um 9,0 Prozent. Zu Beginn des Jahres 2026 schwächte sich die Entwicklung etwas ab: Die Investitionen kletterten im ersten Quartal um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Deutschland im EU-Vergleich unterdurchschnittlich

Auf den Staat entfielen 2025 knapp ein Sechstel (16,3 Prozent) der gesamten Bruttoanlageinvestitionen in Deutschland von 907,8 Milliarden Euro. Der Anteil der Bruttoinvestitionen des Staates am Bruttoinlandsprodukt betrug 3,3 Prozent. Damit lag Deutschland im europäischen Vergleich unter dem EU-Durchschnitt von 3,9 Prozent. Höhere Quoten verzeichneten unter anderem die Niederlande (3,5 Prozent), Italien (3,8 Prozent), Österreich (3,9 Prozent), Frankreich (4,5 Prozent) und Polen (5,4 Prozent).

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