Die Krise in der Stahlindustrie veranlasst die Branche, den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Für diesen Freitag hat die IG Metall zu einem Demonstrationszug aufgerufen, der um 10.00 Uhr am Brandenburger Tor startet. Von dort ziehen die Stahlarbeiter zum Bundeswirtschaftsministerium. Ab 11.00 Uhr ist im benachbarten Invalidenpark eine Kundgebung geplant.
Kundgebung unter dem Motto „Stahl hat Zukunft – bei uns!“
Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Stahl hat Zukunft – bei uns!“ und soll auf die Bedeutung einer starken und wettbewerbsfähigen Stahlindustrie in Deutschland aufmerksam machen. Die Teilnehmer fordern verlässliche politische Rahmenbedingungen für den Umbau zu einer klimafreundlichen Stahlproduktion, den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie Schutz vor Billigimporten und unfairen Wettbewerbsbedingungen.
Prominente Redner erwartet
Neben dem Zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Jürgen Kerner, werden auch die Parteichefs von Grünen und Linken, Felix Banaszak und Ines Schwerdtner, erwartet. Ebenso sollen Betriebsratsvorsitzende und Arbeitsdirektoren aus der Stahlbranche sprechen. Die IG Metall rechnet mit Teilnehmern aus rund 30 Betrieben der Stahlindustrie aus dem gesamten Bundesgebiet – insgesamt etwa tausend Menschen.
Parallelkundgebung in Völklingen
Parallel zur Berliner Demonstration findet im saarländischen Völklingen eine weitere Kundgebung statt, zu der mehrere tausend Teilnehmer erwartet werden. Damit will die Branche ihre Forderungen nach einer zukunftsfähigen Stahlpolitik untermauern.



