Wunder in Mexiko: Bergmann nach 14 Tagen aus 300 Meter Tiefe lebend gerettet
In einem atemberaubenden Rettungseinsatz haben Bergungsteams in Mexiko einen verschütteten Bergmann nach vierzehn Tagen aus einer eingestürzten Goldmine befreit. Der 42-jährige Francisco Z. wurde aus einer Tiefe von 300 Metern unter Tage lebend geborgen, nachdem er bei Nässe und völliger Dunkelheit eingeschlossen war. Die örtlichen Behörden bestätigten den erfolgreichen Abschluss der dramatischen Rettungsaktion.
Präsidentin spricht von einem unglaublichen Glücksfall
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum (63) zeigte sich überwältigt von dem positiven Ausgang: „Unglaublicherweise und glücklicherweise wurde er lebend gefunden.“ Der Arbeiter wurde in silberne Schutzfolie eingehüllt, die vor Unterkühlung schützen soll, aus der Goldmine Santa Fe in El Rosario geholt. Anschließend bereiteten ihn Rettungskräfte auf einer Trage für den Abtransport per Hubschrauber vor.
Katastrophe durch gebrochenen Damm
Das Grubenunglück ereignete sich bereits am 25. März, als durch einen Konstruktionsfehler ein Damm im Bergwerk El Rosario brach und die Goldmine überflutete. Zum Zeitpunkt der Katastrophe befanden sich 25 Bergleute unter Tage. 21 von ihnen konnten sich sofort in Sicherheit bringen. Francisco Z. und drei seiner Kollegen wurden jedoch verschüttet und eingeschlossen.
Fünf Tage nach dem Unglück bargen Rettungskräfte den 44-jährigen Bergmann José Alejandro C. ebenfalls aus 300 Metern Tiefe. Von Francisco Z. und zwei weiteren Bergleuten fehlte jedoch weiterhin jede Spur. Erst am vergangenen Dienstag lokalisierten Taucher einen der Vermissten, der von großen Wassermassen eingeschlossen war.
Technischer Einsatz ermöglichte Rettung
Mithilfe einer Hochleistungspumpe, die nach Angaben der spanischen Tageszeitung „El Pais“ bis zu neun Liter Wasser pro Sekunde abpumpen konnte, gelang es den Rettungsteams nach über zwanzig Stunden, bis zu dem Verschütteten vorzudringen. Sein Zustand war stabil, als er schließlich ans Tageslicht gebracht wurde.
Mit einem Militärhubschrauber der mexikanischen Luftwaffe wurde Francisco Z. in ein Krankenhaus nach Mazatlán geflogen, das etwa siebzig Kilometer nördlich der Unglücksstelle liegt. Dort wird er derzeit von medizinischen Spezialisten behandelt und überwacht.
Weitere Bergleute noch vermisst
Tragischerweise wurde ein anderer Bergmann bereits tot aufgefunden. Ein weiterer Kollege wird immer noch vermisst. Die Suchaktionen sollen nach Angaben der Behörden fortgesetzt werden, bis alle Vermissten gefunden sind.
Nach Medienberichten wurde das Unglück durch den Einsturz eines Absetzbeckens für Bergbauabfälle verursacht. Die Goldmine wird von dem Unternehmen „Industrial Minera Sinaloa“ betrieben. Die genauen Ursachen des Dammbruchs werden derzeit untersucht.



