77 Stellungnahmen zum Campus Brauhausberg: Verfahren setzt Maßstäbe
77 Stellungnahmen zum Campus Brauhausberg eingereicht

77 Stellungnahmen von Bürgern und Behörden sind zum geplanten Universitätscampus auf dem Brauhausberg in Potsdam eingegangen. Das gab die Brandenburger Staatskanzlei am Sonntag bekannt. Das Verfahren setze laut Ministerpräsident Dietmar Woidke „Maßstäbe für die moderne Stadtplanung“.

Bürgerbeteiligung und Behördenhinweise

Bis Ende Juni waren der Bebauungsplan und der geänderte Flächennutzungsplan für den von der Plattner-Stiftung finanzierten Campus öffentlich ausgelegt worden. Bei der frühzeitigen Beteiligung konnten Anwohner und andere Potsdamer Hinweise abgeben. Insgesamt gingen 77 Stellungnahmen ein, davon 36 von Ämtern. Die übrigen 41 kamen von Bürgern und Organisationen.

Die Stellungnahmen sollen nun in den Bebauungsplan für das Großprojekt einfließen. Ziel ist es, die Planung möglichst bürgernah und transparent zu gestalten. Woidke betonte, dass die intensive Beteiligung zeige, wie wichtig der Bevölkerung eine nachhaltige und durchdachte Stadtentwicklung sei.

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Details zum Campus-Projekt

Der geplante Campus auf dem Brauhausberg soll Platz für rund 3.000 Studierende und mehrere tausend Arbeitsplätze bieten. Die Baukosten werden auf etwa 1,5 Milliarden Euro geschätzt, finanziert durch die Plattner-Stiftung des SAP-Mitgründers Hasso Plattner. Der Campus soll moderne Forschungs- und Lehrgebäude, Wohnheime und Freizeitflächen umfassen.

Die Stadt Potsdam erhofft sich von dem Projekt eine deutliche Belebung des Stadtteils und eine Stärkung des Wissenschaftsstandorts. Kritiker hatten zuvor Bedenken hinsichtlich der Verkehrsanbindung und der Umweltauswirkungen geäußert. Die eingereichten Stellungnahmen adressieren diese Punkte und sollen nun geprüft werden.

Nächste Schritte

Die Staatskanzlei wird die Hinweise auswerten und in die weitere Planung einfließen lassen. Ein erster Entwurf des Bebauungsplans soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden. Die endgültige Genehmigung wird für 2026 erwartet. Der Baubeginn ist für 2027 geplant.

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