Stromanschluss im Neubau: Fristen, Anträge und wichtige Tipps für Bauherren
Stromanschluss im Neubau: Fristen und Anträge für Bauherren

Stromanschluss im Neubau: Planung ist entscheidend

Die Entscheidung für den Bau eines Eigenheims ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Nach der Finanzierung müssen Bauherren sich um essentielle Versorgungsanschlüsse kümmern. Besonders der Stromanschluss erfordert sorgfältige Planung und die Einhaltung bestimmter Fristen, um Verzögerungen im Bauprozess zu vermeiden.

Vorteile in erschlossenen Neubaugebieten

Bauherren, die in einem bereits erschlossenen Neubaugebiet bauen, haben einen deutlichen Vorteil. Wie die Versorgungsbetriebe Elbe in Boizenburg mitteilen, kann der Stromanschluss hier nach Antragstellung schneller realisiert werden als bei einer Lückenbebauung. Der Grund: Der Versorger kann sich besser auf den Bedarf vorbereiten.

Frühzeitige Beauftragung eines Elektroinstallateurs

Die Wemag als Netzbetreiber in Westmecklenburg empfiehlt Bauherren dringend, mindestens sechs Monate vor der geplanten Herstellung des Hausanschlusses einen Elektroinstallateur zu beauftragen. Dieser übernimmt die Antragstellung und Inbetriebsetzung gemäß dem BDEW-Leitfaden zur Beschleunigung von Netzanschlüssen. Die Abwicklung erfolgt in der Regel über spezielle Netzanschlussportale.

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Baustrom frühzeitig anmelden

Ein wichtiger Aspekt, der oft übersehen wird: Auch für die Bauphase selbst wird Strom benötigt. Baustromanschlüsse müssen daher ebenfalls frühzeitig angemeldet werden. Die Wemag erstellt nach Vorlage aller erforderlichen Unterlagen innerhalb weniger Tage ein individuelles Angebot, das dann bequem online beauftragt werden kann.

Zeitplan und Ablauf

Vor Beginn der Bauarbeiten erfolgt eine Terminabstimmung zwischen dem von der Wemag beauftragten Dienstleister und dem Bauherrn. Die eigentliche Bauzeit vor Ort beträgt in der Regel ein bis zwei Werktage, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten. Allerdings sollte für den gesamten Prozess von der Antragstellung bis zur Realisierung einschließlich Rechnungsstellung durchschnittlich mit etwa 15 Wochen gerechnet werden. Diese Dauer kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden:

  • Örtliche Gegebenheiten und Bodenbeschaffenheit
  • Erforderliche Genehmigungen von Behörden
  • Notwendige Tiefbauarbeiten
  • Kapazitäten der beteiligten Dienstleister

Abschalten des Stromanschlusses

Was passiert, wenn der Stromanschluss nicht mehr benötigt wird? Die Versorgungsbetriebe Elbe erklären, dass die Abmeldung relativ schnell erfolgen kann. Die anschließende Demontage des Anschlusses kann jedoch etwas länger dauern. Die Wemag präzisiert: Der Energieversorger stellt den Antrag zur Sperrung oder Wiederherstellung des Stromanschlusses. Dieser wird per E‑Mail an die Adresse netzanschluss@wemag.com übermittelt. Nach Eingang prüft die Wemag den Antrag und stimmt die nächsten Schritte mit dem Lieferanten ab. Für die Unterbrechung eines Anschlusses fallen laut aktuellem Preisblatt Kosten von fast 100 Euro an.

Bauherren sollten sich frühzeitig über alle erforderlichen Unterlagen informieren und den Prozess sorgfältig planen, um unangenehme Überraschungen und Verzögerungen zu vermeiden. Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem reibungslosen Bauablauf.

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