Elbtower in Hamburg: Bauvorbescheid erteilt – Fertigstellung des gestutzten Turms rückt näher
Elbtower: Bauvorbescheid erteilt – Fertigstellung rückt näher

Elbtower in Hamburg: Bauvorbescheid ebnet Weg für Fertigstellung

Nach einer Bauphase von fast zweieinhalb Jahren, in der die Arbeiten am ehemaligen Benko-Projekt in der Hansestadt ruhten, zeichnet sich nun Bewegung ab. Ein positiver Bauvorbescheid liegt vor, der den Weg für die Fertigstellung eines gestutzten Elbtowers freimacht. Dies gab eine Sprecherin des Immobilieninvestors Dieter Becken bekannt.

Gestutzte Höhe und neue Nutzungskonzepte

Laut dem erteilten Vorbescheid darf das ursprünglich auf 245 Meter Höhe geplante Gebäude auf 199 Meter reduziert werden. Damit wird der Elbtower nicht mehr Deutschlands dritthöchstes Gebäude sein. Zusätzlich ist eine teilweise Nutzung für das geplante Naturkundemuseum vorgesehen. Das Baukonsortium erhält außerdem die Genehmigung, die Aussichtsplattform vom 55. auf den 43. Stock zu verlegen. Derzeit erreicht die Bauruine eine Höhe von etwa 100 Metern.

Hintergrund des Baustopps und neue Investoren

Die Bauarbeiten am Ostende der HafenCity wurden im Oktober 2023 vom Bauunternehmer Adolf Lupp eingestellt, nachdem die Signa-Gruppe des österreichischen Immobilieninvestors René Benko Rechnungen nicht beglichen hatte. Benko wurde inzwischen in zwei Prozessen verurteilt. Seit Dezember 2024 verhandelt Dieter Becken exklusiv mit dem Insolvenzverwalter Torsten Martini über den Kauf des halb fertigen Rohbaus.

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Das Konsortium umfasst neben Becken den Milliardär Klaus-Michael Kühne, die Signal Iduna Versicherung, das Bauunternehmen Adolf Lupp und seit Kurzem auch Dirk Roßmann, den Gründer der Drogeriekette Rossmann. Eine Eckpunktevereinbarung vom Oktober 2025 sieht vor, dass im Elbtower ein geplantes Naturkundemuseum untergebracht wird. Die Stadt Hamburg will dafür fast die Hälfte des Gebäudes zu einem Festpreis von 595 Millionen Euro übernehmen.

Weitere Entwicklungen und gemischte Reaktionen

Kürzlich erhielt die Primestar Group den Zuschlag für ein Fünf-Sterne-Luxushotel mit 195 Zimmern und Suiten im Elbtower. Das „Hilton Hamburg Elbtower“ soll bis spätestens 2029 eröffnet werden. Dieter Becken äußerte sich optimistisch über weitere Vermietungen und bezeichnete das Interesse am Elbtower im „Hamburger Abendblatt“ als „größer als gedacht“.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zeigte sich hingegen zurückhaltender. In einem Podcast äußerte er Zweifel an der sicheren Realisierung des Naturkundemuseums: „Es ist sehr kompliziert, so etwas wirklich zu Ende zu planen.“ Tschentscher betonte, die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns sei „nicht null“. Trotz dieser Bedenken markiert der Bauvorbescheid einen wichtigen Schritt zur Wiederaufnahme der Bauarbeiten und zur möglichen Fertigstellung des lange vernachlässigten Projekts.

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