Bundesbedienstete erhalten Vorrang bei günstigen Ostsee-Wohnungen in Rostock-Hohe Düne
Bundesbedienstete bevorzugt bei Ostsee-Wohnungen in Rostock

Neue Wohnungen in Hohe Düne: Bundesbedienstete erhalten Vorrang bei günstigen Mieten

In Rostock-Hohe Düne rückt der Bau von 50 neuen Wohnungen in greifbare Nähe. Nachdem bereits ein Parkhaus mit 220 Stellplätzen entstanden ist und im Juli 2026 eröffnet werden soll, plant die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) nun den Start der Wohnbebauung für das erste Quartal 2027. Die Fertigstellung der beiden neuen Mehrfamilienhäuser ist für das Jahr 2029 vorgesehen.

Entlastung für den angespannten Rostocker Mietmarkt

Der Bau der Wohnungen dient einem doppelten Zweck: Einerseits soll der wachsende Marinestützpunkt in Hohe Düne bedient werden, wo künftig mehr Menschen ihren Dienst verrichten werden. Andererseits soll der bereits angespannte Mietmarkt in Rostock entlastet werden. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben betont, dass das gesamte Projekt nur durch die Freigabe einer Teilfläche durch die Bundeswehr möglich geworden ist.

Bisher existieren in Hohe Düne bereits sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 150 Wohnungen. Die beiden neuen Gebäude werden diese Bebauung ergänzen und stehen im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes zur Verfügung.

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Mietpreisdämpfung mit Sozialauswahl

Die neuen Wohnungen werden mietpreisgedämpft angeboten, wobei die Miete am unteren Rand der ortsüblichen Neubaumieten angesiedelt ist. Konkret bedeutet dies eine Kaltmiete von etwa zwölf Euro pro Quadratmeter. Vorrang bei der Vergabe haben Bundesbedienstete, insbesondere Beschäftigte der unteren und mittleren Einkommensgruppen. Eine Sprecherin der BImA erklärt: „Die Vergabe der Wohnungen erfolgt nach einer Sozialauswahl.“

Interessant ist jedoch, dass nicht alle Wohnungen ausschließlich Bundesbediensteten vorbehalten bleiben. Christiane Worring, Sprecherin der BImA, erläutert: „Werden einzelne Wohnungen nicht nachgefragt, stehen sie nach Ablauf einer meist vierwöchigen Frist zu den gleichen Konditionen auf dem freien Markt zur Verfügung.“ Damit haben auch Rostocker Bürger, die nicht beim Bund angestellt sind, die Chance auf eine günstige Wohnung an der Ostsee.

Investitionen und Zeitplan

Für das Gesamtprojekt, bestehend aus Parkhaus und Wohnungsbau, investiert die BImA einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Derzeit befindet sich die Behörde in der Genehmigungsplanung für die Wohnungen. Der Baustart ist für Anfang 2027 geplant, wobei das Parkhaus bereits im Juli 2026 seinen Betrieb aufnehmen soll. Diese zeitliche Abfolge stellt sicher, dass ausreichend Parkmöglichkeiten für die künftigen Bewohner vorhanden sind.

Die Entwicklung in Hohe Düne zeigt, wie staatliche Initiativen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum beitragen können, insbesondere in Regionen mit wachsender Nachfrage und angespannten Mietmärkten.

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