Immobilienunternehmer, Milliardär und Pleitier René Benko hat es mit seinem Luxus-Penthouse in der obersten Etage des Upper West am Zoo vorgemacht: Vom eigenen Schlafzimmer auf Berlin herabzuschauen, kann reizvoll sein. Wegen der inzwischen hohen Bodenpreise im Innenstadtbereich liegt es für Projektentwickler ohnehin nahe, mit dem Bauen in die Höhe möglichst viel vermarktbare Fläche aus jedem Quadratmeter Boden zu holen.
Neue Hochhausprojekte mit Wohnungen
So wurden zuletzt mehrere Hochhäuser geplant, in denen auch Wohnungen entstehen sollen – einige davon sind umstrittene Vorhaben. Ein Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit zeigt, wo in Berlin gerade Hochhäuser zum Wohnen entstehen.
Himmelssuite im 19. Stock
Eines der bekanntesten Projekte ist das Upper West am Zoo, wo René Benko sein Penthouse bewohnt. Doch auch an anderen Standorten schießen die Türme in die Höhe. Am Alexanderplatz etwa entsteht ein neues Wohnhochhaus mit 150 Metern Höhe. Geplant sind 300 Wohnungen, davon ein Teil als geförderter Wohnungsbau. Die Fertigstellung ist für 2026 vorgesehen.
Wohnen in luftiger Höhe zu günstigeren Preisen
Nicht alle Hochhauswohnungen sind nur für Superreiche. In Moabit entsteht ein 100 Meter hohes Gebäude mit 250 Wohnungen, von denen 30 Prozent als Sozialwohnungen vermietet werden. Die Mieten liegen dort bei etwa 12 Euro pro Quadratmeter – deutlich günstiger als in den Luxusetagen am Zoo. Auch im Süden Berlins, in der Nähe des Tempelhofer Feldes, plant ein Investor ein 80 Meter hohes Wohnhaus mit 200 Einheiten, die überwiegend im mittleren Preissegment angeboten werden sollen.
Umstrittene Vorhaben
Doch nicht alle Projekte sind unumstritten. In Friedrichshain-Kreuzberg protestieren Anwohner gegen einen geplanten 90-Meter-Turm, der ihrer Meinung nach das Stadtbild verschandelt. Auch die geplante Bebauung am Gleisdreieck mit zwei Hochhäusern von 70 und 85 Metern sorgt für Diskussionen. Die Bezirkspolitik muss hier noch grünes Licht geben.
Fazit: Mehr Wohnraum in der Höhe
Trotz der Kontroversen ist der Trend klar: Berlin baut in die Höhe. Für viele Projektentwickler ist das die logische Konsequenz aus den steigenden Grundstückspreisen. Und für Mieter bietet sich die Chance, künftig auch zu moderaten Preisen einen Blick über die Hauptstadt zu genießen – wenn auch nicht unbedingt im 19. Stock.



