Sternekoch Frank Rosin erntet massive Kritik für Werbung mit Tiefkühl-Hotdogs
Frank Rosin: Kritik für Werbung mit Tiefkühl-Hotdogs

Sternekoch Frank Rosin im Kreuzfeuer der Kritik für Tiefkühl-Werbung

Der bekannte Sternekoch Frank Rosin, der in seinen Fernsehsendungen regelmäßig Fertigprodukte und Tiefkühlware kritisiert, steht nun selbst im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte. Der 59-Jährige wirbt aktuell auf Social Media für Tiefkühl-Hotdogs, die in Rewe-Märkten erhältlich sind – und erntet dafür massive Kritik von Verbrauchern und Fans.

Vom Imbiss zum Michelin-Stern

Frank Rosin, der in der Imbissbude seiner Mutter aufwuchs und 1991 sein erstes Restaurant in Dorsten-Wulfen eröffnete, ist vielen als Fernsehkoch, Buchautor und seit 2003 als Träger eines Michelin-Sterns bekannt. Nun hat er seine Erfahrungen in die Entwicklung von drei Tiefkühl-Hotdog-Varianten eingebracht, die unter seinem Namen vermarktet werden.

Auf der Verpackung prangt nicht nur sein Name und Foto, sondern auch die Bemerkung „Super lecker“. Die Produkte – Burrito-Style, Chili-Cheese und à la Currywurst – lassen sich in vier Minuten in der Mikrowelle oder in etwa 25 Minuten im Backofen zubereiten.

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Heftige Reaktionen in sozialen Medien

Die Ankündigung löste eine Flut von kritischen Kommentaren aus. Viele Nutzer werfen Rosin vor, mit zweierlei Maß zu messen: „Er verteufelt TK selbst und preist es dann an“, schreibt eine Frau. Ein anderer Kommentar bringt es auf den Punkt: „Er verkauft schon seine Seele. Und das als Sternekoch. Peinlich.“

Weitere kritische Stimmen:

  • „Peinliche Aktion. Aber was tut man nicht alles für Geld.“
  • „Eigentor“
  • „Er hat doch gepredigt, dass die Mikrowelle das Ungesündeste ist, was es gibt.“

Positive Stimmen und Verteidigung

Doch es gibt auch Unterstützung für den Sternekoch. Eine Userin argumentiert: „TK im Restaurant ist etwas anderes. Er hat nichts gegen TK an sich gesagt, sondern nur, wenn es in Restaurants eingesetzt wird.“ Ein anderer erklärt, Rosin habe lediglich „über minderwertige TK-Produkte gemeckert“.

Praktische Erfahrungen kommen ebenfalls zu Wort: Ein User aus Hessen berichtet, die Hotdogs bereits probiert zu haben und findet sie „sau lecker“. Allerdings warnt er: „Chili-Cheese sei zwar lecker, aber extrem scharf.“ Eine weitere Person meint pragmatisch: „Im Restaurant will man doch normalerweise kein TK. Aber wenn man Zuhause schnell etwas machen möchte, kann man ruhig mal sowas kaufen.“

Rosins Position: Kein Widerspruch für ihn

Für Frank Rosin selbst stellt die Werbung für Tiefkühlprodukte keinen Widerspruch zu seinen bisherigen Aussagen dar. Sein erklärtes Ziel war es, ein Produkt zu entwickeln, das sich schnell zubereiten lässt und trotzdem nicht wie ein typischer Convenience-Snack schmeckt. Die Hotdogs sollen einfach gelingen und herzhaften Genuss mit klarem Geschmack und stimmiger Gesamtkomposition bieten.

Fernsehauftritt steht bevor

Parallel zur Werbekontroverse ist Frank Rosin ab dem 26. Februar um 20.15 Uhr auf Kabel Eins in der Sendung „Roadtrip Australien – Drei Spitzenköche auf vier Rädern“ zu sehen. Gemeinsam mit Alex Kumptner und Ali Güngörmüs wird er in einem Camper innerhalb von fünf Wochen 6000 Kilometer durch Australien zurücklegen – fernab von Tiefkühlprodukten und Mikrowellen.

Die Debatte um Rosins Werbekooperation zeigt die Spannung zwischen kulinarischem Qualitätsanspruch und kommerziellen Interessen in der Lebensmittelbranche. Während Kritiker von Heuchelei sprechen, sehen Verteidiger in Rosins Schritt eine konsequente Erweiterung seines kulinarischen Wirkungsfeldes.

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