Zum dritten Tag in Folge hat der Dieselpreis in Deutschland einen neuen Rekordwert erreicht. Am Karfreitag stieg der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel auf ein historisches Hoch von 2,391 Euro, wie der ADAC mitteilte. Damit setzt sich eine beunruhigende Preisspirale fort, die bereits am Donnerstag mit 2,346 Euro und am Mittwoch mit einem vorherigen Höchststand begonnen hatte.
Neue Preisregel zeigt keine Wirkung
Seit Mittwoch gilt eine neue Regelung, die Tankstellenbetreiber verpflichtet, Spritpreiserhöhungen nur noch einmal täglich um 12.00 Uhr mittags vorzunehmen. Dieses sogenannte Österreich-Modell sollte eigentlich für mehr Transparenz und Stabilität sorgen, doch die Realität sieht anders aus. Statt einer Beruhigung der Märkte kommt es seit der Einführung zu deutlichen Preissprüngen an den Zapfsäulen.
Dramatische Preisanstiege am Samstag
Die Auswirkungen der neuen Regelung zeigten sich besonders deutlich am Samstag. Nach ADAC-Angaben erhöhte sich der durchschnittliche Preis für Super E10 um die Mittagszeit um etwa 8 Cent auf 2,234 Euro pro Liter. Noch stärker betroffen war Diesel, der sich um 9,4 Cent auf durchschnittlich 2,486 Euro pro Liter verteuerte. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die erhoffte Preisdämpfung ausbleibt.
ADAC kritisiert Österreich-Modell scharf
Der Automobilclub äußert sich deutlich kritisch zur neuen Regelung. „Für den ADAC zeigen diese Daten, dass das Österreich-Modell den Namen 'Preisbremse' sicher nicht verdient und dass es eher kontraproduktiv wirkt“, heißt es in einer Stellungnahme. Statt einer Entspannung der Preissituation beobachtet der Verband eine Verschärfung der Lage, die Verbraucherinnen und Verbraucher zusätzlich belastet.
Die kontinuierlichen Preissteigerungen treffen insbesondere Berufspendler und Transportunternehmen hart, die auf Dieselkraftstoff angewiesen sind. Die Entwicklung am langen Osterwochenende unterstreicht die Dringlichkeit einer wirksamen Lösung für die anhaltend hohen Spritpreise in Deutschland.



