Mit dem neuen Altersvorsorgedepot will die Bundesregierung die Deutschen endlich an die Börse bringen. Das Gesetz sieht bis zu 540 Euro Zuschuss pro Jahr vor, zusätzlich gibt es Extra-Geld für Kinder. Doch ein Trick im Gesetz erlaubt es, das Depot auch für den Hauskauf zu nutzen. Thomas Soltau erklärte im BILD-Finanztalk „Money Mittwoch“ die Details.
Wie funktioniert der Staat-Zuschuss?
Der Staat bezuschusst die Altersvorsorge mit einem jährlichen Betrag von bis zu 540 Euro. Voraussetzung ist, dass der Anleger einen bestimmten Eigenbeitrag leistet. Für jedes Kind gibt es einen zusätzlichen Bonus. Das Geld wird in ein spezielles Wertpapierdepot eingezahlt, das langfristig für die Rente gedacht ist.
Trick: Nutzung für Immobilienkauf
Ein interessanter Aspekt des Gesetzes: Das angesparte Kapital kann auch für den Kauf einer selbstgenutzten Immobilie verwendet werden. Dabei bleibt der Zuschuss erhalten, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. So können Sparer von den staatlichen Zulagen profitieren und gleichzeitig den Traum vom Eigenheim verwirklichen.
Experten raten, die Möglichkeiten genau zu prüfen. Denn die Entscheidung für den Hauskauf hat Auswirkungen auf die spätere Rente. Wer das Depot für die Immobilie nutzt, muss später mit geringeren Rentenansprüchen rechnen. Dennoch kann der Trick für viele eine attraktive Option sein, um frühzeitig Wohneigentum zu erwerben.
Weitere Vorteile des Depots
Das Altersvorsorgedepot bietet neben den Zuschüssen auch steuerliche Vorteile. Die Erträge aus den Wertpapieren sind in der Ansparphase steuerfrei. Erst bei Auszahlung im Rentenalter fällt die nachgelagerte Besteuerung an. Zudem können Anleger zwischen verschiedenen Fonds und ETFs wählen, um ihre individuelle Risikobereitschaft zu berücksichtigen.
Kritiker bemängeln jedoch die Komplexität des Systems. Viele Verbraucher seien überfordert mit der Auswahl der richtigen Anlageprodukte. Daher empfiehlt Soltau, sich vor Abschluss umfassend beraten zu lassen.



