Wärmewende in Halle: Neue Großwärmepumpe und Milliardeninvestitionen
Wärmewende in Halle: Großwärmepumpe und Milliarden

Bis 2045 muss Halle auf fossile Brennstoffe verzichten – ein Kraftakt für Stadt, Stadtwerke und 23.000 Gebäudeeigentümer. Jetzt startet die EVH mit einer bundesweit einmaligen Großwärmepumpe an der Saale. Doch welche Heizlösungen bleiben den Bürgern am Ende wirklich?

Herausforderung Wärmewende

Stadtwerke-Chef Matthias Lux bezeichnete die Kommunale Wärmeplanung als die größte Herausforderung für die Stadt seit den Anfängen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Bis 2045 dürfen keine fossilen Brennstoffe mehr zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden. So ist es gesetzlich vorgeschrieben. Die Kernfrage für die Besitzer der 23.000 Gebäude in der Stadt ist nun, wie sie künftig heizen sollen.

Großwärmepumpe im Klärwerk Lettin

Im Klärwerk Lettin soll die Großwärmepumpe installiert werden. Bis sie gebaut ist, dauert es etwa zwei Jahre. Diese Anlage ist bundesweit einmalig und nutzt die Abwärme aus dem Klärprozess, um umweltfreundliche Wärme für das Fernwärmenetz bereitzustellen. Die Investitionskosten belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro, die von der Stadt und den Stadtwerken getragen werden.

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Heizlösungen für Bürger

Neben der Fernwärme stehen den Bürgern auch andere Optionen offen, wie etwa Wärmepumpen, Solarthermie oder Biomasseheizungen. Die Stadtwerke beraten die Gebäudeeigentümer individuell, um die passende Lösung zu finden. Ziel ist es, bis 2045 eine vollständig CO2-neutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

Die Wärmewende in Halle ist ein ambitioniertes Projekt, das jedoch auch viele Fragen aufwirft. Die Bürger sind gefordert, sich frühzeitig zu informieren und die notwendigen Schritte einzuleiten.

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