Ukrainische Angriffe drücken Russlands Ölproduktion um fünf Prozent
Ukrainische Angriffe senken Russlands Ölproduktion um fünf Prozent

Die russische Ölförderung ist im vergangenen Monat aufgrund verstärkter ukrainischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wie die Internationale Energieagentur (IEA) am Mittwoch mitteilte, belief sich die Förderung auf 8,7 Millionen Barrel pro Tag und lag damit zehn Prozent unter der Zielvorgabe für Mai.

Ukrainische Langstreckendrohnen treffen weiter im Landesinneren

Die Ukraine greife mit Langstreckendrohnen inzwischen auch weiter im russischen Landesinneren gelegene Fördergebiete an, hieß es im Monatsbericht der in Paris ansässigen Agentur. Wegen der Angriffe senkte die IEA ihre Prognose für die russische Rohölförderung in diesem Jahr um 200.000 Barrel auf täglich 8,95 Millionen Barrel.

Angriffe auf Öl- und Gasanlagen als strategisches Ziel

Die Ukraine versucht mit den Angriffen auf Öl- und Gasanlagen, eine wichtige Einnahmequelle für Russlands Kriegswirtschaft zu treffen. Die Zahl dieser Angriffe hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt, was zu Ausfällen in der Raffinerieproduktion führte. Russland hatte kürzlich erstmals eingeräumt, dass die Ölproduktion in diesem Jahr zurückgegangen ist, führte dies jedoch auf ungeplante Wartungsarbeiten zurück.

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Russland stellt Veröffentlichung von Öldaten ein

Russland hat die Veröffentlichung von Daten zur Ölproduktion im April 2023 eingestellt, gut ein Jahr nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine. Die russischen Exporte von Rohöl und Ölprodukten blieben im Mai mit rund 7,4 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Inlandsversorgung rückt in den Vordergrund

Die Einnahmen aus den Ölexporten sanken im Monatsvergleich wegen nachgebender Preise um 710 Millionen Dollar auf 20,8 Milliarden Dollar, lagen jedoch um 65 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dabei profitierte Russland von den im Zuge des Iran-Kriegs gestiegenen Preisen.

Die ukrainischen Angriffe zwangen Moskau der IEA zufolge dazu, der Versorgung des Inlandsmarktes mit Ölprodukten Vorrang einzuräumen und die Rohölexporte dabei so weit wie möglich hochzufahren. Letztere stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 490.000 Barrel auf 5,2 Millionen Barrel pro Tag und erreichten damit wieder das Niveau von 2022.

Russland drosselt Rohölexporte im Juni

Russland will im Juni Insidern zufolge die Rohölexporte drosseln und die Raffinerieproduktion angesichts drohender Treibstoffengpässe ankurbeln. Die Führung in Moskau hatte zuletzt die Ausfuhr von Flugtreibstoff bis zum 30. November verboten und die Ausfuhr von Benzin eingeschränkt.

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