Strategische Gasreserve: Milliardenkosten für Verbraucher geplant
Strategische Gasreserve: Milliardenkosten für Verbraucher

Die Bundesregierung treibt die Pläne für eine strategische Gasreserve voran, um Deutschland in Krisenfällen vor Versorgungsengpässen zu schützen. Ein Kabinettsbeschluss soll nach Informationen von Reuters aus Regierungskreisen Mitte August gefasst werden. Das Handelsblatt hatte bereits im April über die Pläne berichtet.

Kosten in Milliardenhöhe werden auf Verbraucher umgelegt

Die Finanzierung der Reserve soll nicht aus dem Bundeshaushalt erfolgen, sondern über eine Umlage auf die Gasverbraucher. Nach Angaben eines Insiders werden die Kosten für Aufbau und Gaseinkauf auf 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Die neue Umlage soll deutlich niedriger ausfallen als die Ende 2025 auslaufende Gasspeicherumlage.

Aus dem zuständigen Ministerium hieß es, es liege ein innerhalb der Regierung abgestimmter Plan vor, um die Gasversorgung auch in außergewöhnlichen Situationen abzusichern. Ziel sei es, die Resilienz des Energiesystems zu erhöhen.

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Reservevolumen von 24 Terawattstunden geplant

Der Plan sieht eine Reserve von rund 24 Terawattstunden (TWh) vor, was etwa zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität entspricht. Um den Gasmarkt nicht zu beeinflussen, soll die Beschaffung über zwei bis drei Jahre gestreckt werden. Die erste Befüllung ist für den Sommer 2027 vorgesehen.

Über den Einsatz der Reserve soll im Krisenfall die Bundesnetzagentur als Bundeslastverteiler entscheiden, etwa bei plötzlichen Importausfällen. Die Reserve soll Deutschland vor Engpässen und Angriffen schützen.

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