Siemens Energy verdreifacht Gewinn: Starker Start ins Geschäftsjahr trotz Windkraft-Herausforderungen
Der Energietechnik-Konzern Siemens Energy hat einen beeindruckenden Start in das neue Geschäftsjahr hingelegt. Im ersten Quartal, das von Oktober bis Dezember läuft, erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 746 Millionen Euro. Dies entspricht fast einer Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bemerkenswert ist dieser Erfolg vor allem, weil ein negativer Sondereffekt aus dem Verkauf des Windkraftgeschäfts in Indien das Ergebnis deutlich belastete.
Konzernchef Christian Bruch zeigt sich zufrieden
„Der Start in das Geschäftsjahr ist für uns sehr erfolgreich verlaufen“, erklärt Konzernchef Christian Bruch. „Besonders die anhaltend hohe Nachfrage im Geschäft mit Gasturbinen und Netztechnik leistet einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung. Auch im Windgeschäft zeichnet sich eine leichte Verbesserung ab.“ Diese Aussage unterstreicht die robuste Performance der Kerngeschäftsbereiche, die den Gesamterfolg des Konzerns maßgeblich stützen.
Sorgenkind Windgeschäft zeigt gemischte Signale
Das unter Siemens Gamesa laufende Windgeschäft bleibt weiterhin das Sorgenkind des Konzerns. Während die Sparten Gas Services und Grid Technologies ihre Ergebnisse deutlich steigerten und jeweils mehr als eine halbe Milliarde Euro beitrugen, verzeichnet Gamesa weiterhin Verluste. Allerdings hat sich der Verlust mit 221 Millionen Euro fast halbiert, wobei ein Großteil auf den bereits erwähnten negativen Sondereffekt zurückzuführen ist. Damit ist man weit von den teils horrenden Verlusten der Vergangenheit entfernt.
Dennoch gibt es ungünstige Zeichen: Der Auftragseingang im Windgeschäft entwickelte sich negativ und sank um ein Drittel auf knapp 1,6 Milliarden Euro, was auch den Auftragsbestand schmälerte. Sollte dieser Trend anhalten, könnte dies zu zukünftigen Problemen führen.
Konzernebene zeigt starke Nachfrage und Rekordauftragsbestand
Auf Konzernebene sieht die Situation deutlich positiver aus. Die Nachfrage bleibt nach wie vor stark, sodass der Auftragseingang um ein Drittel auf 17,6 Milliarden Euro anstieg und damit weit über dem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro lag, der um ein Achtel zulegte. Die Folge ist ein weiterer Rekord beim Auftragsbestand, der inzwischen 146 Milliarden Euro umfasst. Diese Zahlen verdeutlichen die solide Marktposition und das Wachstumspotenzial des Unternehmens.
Milliardengewinn als Ziel für das laufende Jahr
Siemens Energy hat sich für das laufende Jahr ambitionierte Ziele gesetzt. Nicht nur soll das seit Jahren kriselnde Windkraftgeschäft endlich den Verlustbereich verlassen – zumindest, wenn man Sondereffekte herausrechnet. Am Ende des Jahres peilt der Konzern zudem einen Gewinn nach Steuern von 3 bis 4 Milliarden Euro an. Mit dem erfolgreichen ersten Quartal ist Siemens Energy auf dem richtigen Weg, um diese Vorgaben zu erreichen, und demonstriert damit seine Fähigkeit, trotz branchenspezifischer Herausforderungen profitabel zu agieren.



