Windenergie: Bau eines Umspannwerks bei Neuhof startet
Bau eines Umspannwerks bei Neuhof startet

Im Anklamer Land laufen die Vorbereitungen für den Bau eines weiteren Umspannwerks. Windenergie-Unternehmer Stephan Schröder von Notus Energy plant die Errichtung einer zentralen Infrastruktur, um die Kapazitäten der geplanten Windparks zu bündeln. Zwischen Görke und Neuhof an der B110 haben bereits die ersten Arbeiten begonnen.

Windpark Blesewitz-Postlow: Mehr als 15 Anlagen geplant

Für den zukünftigen Windpark zwischen Blesewitz und Postlow sind mehr als 15 Windkraftanlagen vorgesehen. Das Planungsverfahren läuft bereits seit über zehn Jahren. Ende 2025 erteilte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) die ersten Genehmigungen. Die Unternehmen wpd und BS Windertrag aus Berlin gehen eigenen Angaben zufolge noch in diesem Sommer von einem Baustart für ihre gemeinsame Windenergieanlage aus.

Notus Energy plant zwölf Windräder und ein Umspannwerk

Stephan Schröder von Notus Energy aus Neu Kosenow konzentriert sich zunächst auf die Vorbereitung der notwendigen Infrastruktur. Notus allein will im Windpark Blesewitz-Postlow zwölf Windräder betreiben. Darüber hinaus sind vier weitere Anlagen nördlich der Peene im Bereich Moeckow Berg/Steinfurth geplant. Für diese Kapazitäten sei ein eigenes Umspannwerk erforderlich, erklärte Schröder auf Anfrage.

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Der zentrale Knotenpunkt soll auf einem Areal unweit der B110 zwischen Görke und Neuhof entstehen. Dort haben die vorbereitenden Arbeiten bereits begonnen. Die Anklamer Baufirma ATS will die Zuwegung in der ersten Maiwoche abschließen. Derzeit sind LKW und Radlader im Einsatz. Die Investition für das Umspannwerk beziffert Schröder auf rund 10 Millionen Euro.

Kabel unter der Peene hindurch

Die Zuleitung aus den Windparks zum Umspannwerk erfolgt unterirdisch. Für die Kabeltrasse aus Richtung Norden ist eine Bohrung unter der Peene hindurch geplant, in mehr als zehn Meter Tiefe durch verschiedene Erdschichten. Es ist nicht das erste Stromkabel dieser Art. Bis Herbst dieses Jahres soll alles fertig sein.

Auf dem Weltmarkt sind Transformatoren der benötigten Größenordnung derzeit Mangelware. Obwohl es sich um europäische Produkte handelt, rechnet Schröder mit langen Lieferzeiten. Der Baustart für die Notus-Windräder zwischen Blesewitz und Postlow wird innerhalb der nächsten zwei Jahre, spätestens 2028, erwartet.

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