Optimismus an ostasiatischen Börsen hält an: Sinkende Ölpreise und Hoffnung auf Kriegsende treiben Märkte
Ostasiatische Börsen steigen weiter durch Ölpreise und Kriegshoffnung

Optimismus an ostasiatischen Börsen hält weiter an

Die Finanzmärkte in Ostasien zeigen sich erneut von einer positiven Stimmung getragen. Zum zweiten Tag in Folge verzeichnen die wichtigsten Indizes der Region deutliche Zuwächse. Dieser anhaltende Aufwärtstrend wird maßgeblich durch zwei zentrale Faktoren befeuert: sinkende Ölpreise und die wachsende Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs.

Leitindizes mit klaren Gewinnen

Besonders deutlich fiel der Anstieg in Südkorea aus. Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte bis zum Vormittag (Ortszeit) um beachtliche drei Prozent. Auch in Japan konnte der Nikkei 225 einen Zuwachs von 0,8 Prozent verzeichnen. In Hongkong legte der Hang Seng Index etwa eine Stunde nach Handelsstart rund ein Prozent zu.

Die Entwicklung auf dem chinesischen Festland und in Australien fiel etwas moderater aus, blieb aber positiv. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien in China abbildet, stieg um 0,3 Prozent. Der australische S&P ASX 200 gewann bis zum Mittag leicht um 0,2 Prozent.

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Trump-Aussagen und Ölpreise als Treiber

Die Märkte reagieren damit offenbar auch auf die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump. In einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender Fox News äußerte Trump die Überzeugung, der Iran-Krieg sei „fast vorbei“. Zuvor hatte er bereits vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt im Laufe der Woche gemacht. Diese Signale werden von den Anlegern als positiv für die regionale Stabilität und die globalen Handelsströme gewertet.

Ein weiterer wesentlicher Faktor sind die weiter sinkenden Ölpreise. Am Mittwoch setzte sich der Abwärtstrend fort. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni befindet sich derzeit mit rund 94,5 US-Dollar deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Geringere Energiekosten entlasten die Wirtschaft und stärken die Gewinnerwartungen vieler Unternehmen, was sich direkt positiv auf die Aktienkurse auswirkt.

Die Kombination aus diesen beiden Faktoren – politische Entspannungshoffnungen und günstigere Rohstoffpreise – scheint das Vertrauen der Anleger in Ostasien nachhaltig zu stärken und den aktuellen Aufwärtstrend zu stützen.

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