Feuerpause zwischen USA und Iran lässt Ölpreise einbrechen - Börsen reagieren positiv
Feuerpause USA-Iran: Ölpreise brechen ein, Börsen steigen

Feuerpause im Nahost-Konflikt: Ölpreise stürzen ab, Börsen feiern

Die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat an den internationalen Finanzmärkten für deutliche Bewegungen gesorgt. Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Feuerpause in der Nacht zum deutschen Mittwoch brachen die Rohölpreise zweistellig ein, während die Aktienmärkte in Asien und Australien kräftige Kursgewinne verzeichneten.

Ölpreise mit historischem Absturz

Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni fiel kurz nach der Ankündigung um bis zu 16 Prozent auf 91,70 US-Dollar. Bis 2.45 Uhr morgens erholte sich der Kurs zwar leicht auf 95,14 US-Dollar, lag damit aber immer noch knapp 13 Prozent unter dem Vortagesniveau. Die US-Referenzsorte WTI zeigte eine ähnliche Entwicklung. Trotz des massiven Rückgangs kosten beide Ölsorten aktuell etwa ein Drittel mehr als vor Beginn der militärischen Auseinandersetzungen Ende Februar.

Iran öffnet strategische Meerenge

Parallel zur Feuerpause kündigte Irans Außenminister Abbas Araghtschi die Öffnung der Straße von Hormus an. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel entscheidenden Meerenge wieder ermöglicht werden. US-Präsident Donald Trump hatte diese Öffnung zuvor als Bedingung für eine Waffenruhe genannt.

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Asiatische Börsen mit starkem Aufschwung

Die ersten Reaktionen der Aktienmärkte fielen durchweg positiv aus:

  • Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte um 4,4 Prozent zu
  • Der südkoreanische Kospi stieg zeitweise um rund 6 Prozent
  • Die australische Börse begann den Handel mit einem Plus von über 2,6 Prozent
Die extremen Kursbewegungen führten in Südkorea sogar zu einer vorübergehenden Handelspause, um die Volatilität zu dämpfen.

Hintergrund der Vereinbarung

Trump hatte dem Iran eine Frist bis 2.00 Uhr deutscher Zeit gesetzt und mit Angriffen auf den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Brücken gedroht, sollte es keine Einigung geben. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter bestätigte, dass sich auch Israel an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten werde. Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran hatten am 28. Februar begonnen.

Die Märkte reagieren damit unmittelbar auf die politischen Entwicklungen im Nahen Osten, wobei die Öffnung der Straße von Hormus als besonders wichtiger Faktor für die Beruhigung der Ölmärkte gilt. Die zweiwöchige Feuerpause bietet nun Raum für weitere diplomatische Gespräche zwischen den Konfliktparteien.

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