Der japanische Autobauer Toyota investiert 3,6 Milliarden Dollar in ein neues Werk im US-Bundesstaat Texas und verlegt einen Teil seiner Pick-up-Produktion von Mexiko in die USA. Das Werk auf dem bestehenden Produktionsgelände in San Antonio soll bis 2030 eröffnet werden und 2000 Arbeitsplätze schaffen, wie der Konzern am Montag mitteilte.
Tacoma-Produktion wechselt von Mexiko nach Texas
Die Produktion des mittelgroßen Pick-up-Trucks Tacoma wird nach Fertigstellung der Fabrik aus dem mexikanischen Werk in Baja California nach Texas verlegt. Die Tacoma-Produktion im mexikanischen Werk Guanajuato läuft jedoch weiter. Toyota hatte erst 2020 die Tacoma-Produktion von San Antonio nach Mexiko verlagert.
Trump-Druck und Zölle als Treiber
US-Präsident Donald Trump hatte internationale Autobauer wiederholt unter Druck gesetzt, ihre Produktion in die USA zu verlegen, und Zölle auf Autos und Teile verhängt. Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte, die Investitionsankündigung von Toyota sei „eine von vielen, die durch die Agenda der Trump-Regierung aus Zöllen, Deregulierung und Steuersenkungen angetrieben werden“. Der Konzern hatte sich erfolgreich bei der Regierung für eine Lockerung von Abgasvorschriften eingesetzt, litt jedoch zugleich unter den von Trump verhängten Zöllen.
Staatliche Förderung für das Toyota-Werk
Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sagte, die Investition werde mit einem staatlichen Zuschuss von 20 Millionen Dollar und anderen Anreizen gefördert. Die Ankündigung von Toyota ist ein weiteres Beispiel für die Verlagerung von Produktionskapazitäten in die USA, die durch die Handelspolitik der Trump-Regierung beschleunigt wird.



