Spritpreise sinken weiter - ADAC kritisiert hohe Mittagssprünge und zu hohe Preise
Spritpreise sinken - ADAC kritisiert hohe Mittagssprünge

Spritpreise zeigen weiter fallende Tendenz - Mittagssprünge bleiben extrem

Die Preise für Kraftstoffe an deutschen Tankstellen setzen ihren Abwärtstrend fort, allerdings mit deutlich geringeren Rückgängen als in den Vortagen. Nach aktuellen Daten des ADAC verbilligte sich Dieselkraftstoff im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Samstags um 1,4 Cent auf 2,301 Euro pro Liter. Superbenzin der Sorte E10 wurde um 0,3 Cent günstiger und kostete durchschnittlich 2,101 Euro pro Liter.

Preisentwicklung der letzten Tage

Bereits am Freitag hatten die Spritpreise nachgegeben: Der Tagesdurchschnittspreis für Diesel lag bei 2,315 Euro pro Liter und war damit 3,1 Cent billiger als am Donnerstag. Super E10 kostete am Freitag mit 2,104 Euro pro Liter 0,8 Cent weniger als am Vortag. Besonders deutlich waren die Rückgänge noch am Donnerstag, als Diesel um mehr als 7 Cent und Super E10 um über 4 Cent verbilligt wurden.

Extreme Preissprünge zur Mittagszeit

Während die Tagesdurchschnittspreise sinken, zeigen sich zur Mittagszeit weiterhin extreme Preissprünge. Am Sonntagmittag zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr verteuerte sich Dieselkraftstoff um beachtliche 9,7 Cent auf 2,364 Euro pro Liter. Super E10 wurde im gleichen Zeitraum um 9,3 Cent teurer und kostete 2,164 Euro pro Liter.

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Noch extremer fielen die Mittagssprünge am Samstag aus: Der Dieselpreis stieg um 10,2 Cent, während Super E10 um 9,7 Cent zulegte. Damit verzeichnen beide Tage mit die höchsten Mittagssprünge seit Einführung der sogenannten 12-Uhr-Regel, die eigentlich für mehr Transparenz bei der Preisgestaltung sorgen sollte.

ADAC übt scharfe Kritik an Mineralölkonzernen

Nach Einschätzung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs liegen die Spritpreise trotz der aktuellen Rückgänge nach wie vor deutlich zu hoch. Gemessen am aktuellen Ölpreis sowie am Euro-Dollar-Wechselkurs bestehen laut ADAC erhebliche Spielräume für weitere Preissenkungen, die von den Mineralölkonzernen nicht ausreichend genutzt werden.

Der Verkehrsclub kritisierte in einer aktuellen Mitteilung die Preisgestaltungspraxis der Mineralölunternehmen scharf. Die extremen Preissprünge zur Mittagszeit seien besonders problematisch und würden die Verbraucherinnen und Verbraucher belasten. Der ADAC fordert die Konzerne auf, ihre Preispolitik transparenter zu gestalten und die vorhandenen Spielräume für Preissenkungen vollständig an die Kunden weiterzugeben.

Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass trotz sinkender Tagesdurchschnittspreise die Volatilität an den Tankstellen weiterhin sehr hoch bleibt. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten daher besonders auf die stark schwankenden Preise zur Mittagszeit achten und gegebenenfalls ihre Tankzeiten entsprechend planen.

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