Leichte Entlastung an der Zapfsäule: Spritpreise nach 12 Uhr günstiger als gestern
Spritpreise nach 12 Uhr günstiger als gestern

Leichte Entlastung für Autofahrer: Spritpreise nach 12 Uhr günstiger als gestern

Berlin – An den Zapfsäulen in Deutschland zeigt sich am Donnerstag eine leichte Entlastung für Autofahrer. Die Spritpreise liegen nach 12 Uhr unter dem Niveau vom Vortag, bleiben aber insgesamt auf einem hohen Niveau. Diese Entwicklung bringt eine kleine Atempause, doch die Situation bleibt angespannt.

Konkrete Preise im Vergleich

Nach 12 Uhr kostet Super aktuell 2,23 Euro pro Liter, Super E10 liegt bei 2,17 Euro und Diesel bei 2,40 Euro. Damit sind die Preise niedriger als gestern zur gleichen Zeit. Am 8. April lagen sie nach 12 Uhr noch bei 2,25 Euro für Super, 2,19 Euro für E10 und 2,45 Euro für Diesel.

Besonders beim Diesel wird der Rückgang deutlich: Er ist rund 5 Cent günstiger als am Vortag. Auch Benzin liegt jeweils um etwa 2 Cent niedriger. Diese leichte Entlastung ist jedoch vor dem Hintergrund des sogenannten 12-Uhr-Sprungs zu sehen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der massive 12-Uhr-Sprung

Noch um 11:50 Uhr kostete Super 2,15 Euro, E10 2,09 Euro und Diesel 2,33 Euro. Nach 12 Uhr liegen die Preise damit wieder deutlich höher – um bis zu 8 Cent pro Liter. Für Autofahrer bleibt das Tanken damit eine Frage des Timings: Wer kurz vor Mittag tankt, spart spürbar Geld.

Dieser tägliche Preissprung verdeutlicht die Volatilität an den Zapfsäulen und macht gezieltes Preisvergleichen umso wichtiger. Schon wenige Kilometer können mehrere Cent Unterschied pro Liter ausmachen.

Kartellamt fordert zügige Preissenkungen

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, fordert nun ein Umsteuern der Mineralölkonzerne. Sinkende Rohölpreise seien „ein klares Signal“ und müssten sich „auch zeitnah an der Zapfsäule widerspiegeln“, sagte er dem „Handelsblatt“.

In der Vergangenheit seien Preise bei steigenden Kosten sehr schnell erhöht worden, aber langsamer gesunken, wenn die Kosten wieder gefallen seien. Mundt erwartet deshalb „eine zügige Weitergabe der Entlastung“ an die Verbraucher.

Politische Diskussionen und Marktlage

Der Druck auf die Politik wächst angesichts der hohen Spritpreise. Trotz neuer Regeln bleiben die Preise auf hohem Niveau. Diskutiert werden deshalb verschiedene Maßnahmen wie Steuersenkungen, ein Tankrabatt oder eine Abschöpfung von Übergewinnen der Mineralölkonzerne.

Ein Blick auf den Ölmarkt zeigt die widersprüchliche Lage: Erst am Mittwoch ist der für Europa wichtige Ölpreis (Dated Brent) deutlich gefallen. Eigentlich müsste Tanken damit günstiger werden. Doch diese Entlastung kommt bislang kaum bei den Autofahrern an.

Gleichzeitig ziehen die Futures, also die Erwartungen für künftige Ölpreise, bereits wieder leicht an. Für Autofahrer bedeutet das: Die Lage bleibt angespannt, eine klare und nachhaltige Entspannung an der Zapfsäule ist derzeit nicht in Sicht.

Praktische Tipps für Autofahrer

Umso wichtiger ist es für Verbraucher, die Preise gezielt zu vergleichen. Angebote wie „Clever Tanken“ helfen dabei, die günstigste Tankstelle in der Nähe zu finden. Durch bewusstes Timing – insbesondere das Tanken vor dem 12-Uhr-Sprung – können Autofahrer erhebliche Einsparungen erzielen.

Die leichte Entlastung nach 12 Uhr ist zwar ein positives Signal, doch sie muss im Kontext der insgesamt hohen Preise und der täglichen Schwankungen betrachtet werden. Die Entwicklung der kommenden Tage wird zeigen, ob sich dieser Trend fortsetzt oder ob die Preise wieder anziehen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration