Spritpreise erreichen neue Höchststände - Diesel auf Rekordkurs, Benzin kurz vor Allzeithoch
Die Spritpreise in Deutschland setzen ihren unaufhaltsamen Aufwärtstrend fort und erreichen dabei neue besorgniserregende Höchststände. Während Dieselkraftstoff bereits den sechsten Tag in Folge neue Allzeithochs verzeichnet, befindet sich nun auch der Benzinpreis in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Rekord aus dem März 2022. Diese alarmierende Entwicklung geht aus den aktuellen Zahlen des ADAC hervor, die einen bundesweiten Tagesdurchschnitt für den Ostermontag dokumentieren.
Konkrete Preise und tägliche Veränderungen
Im Detail kostete ein Liter der günstigsten gängigen Sorte Super E10 am Montag durchschnittlich 2,192 Euro. Dieser Wert liegt lediglich 1,1 Cent unter dem historischen Höchststand von 2022, was die angespannte Situation an den Tankstellen verdeutlicht. Noch dramatischer präsentiert sich die Lage bei Diesel, wo der Literpreis auf 2,443 Euro stieg und damit einen neuen Rekordwert markiert.
Immerhin fiel der tägliche Preisanstieg am Ostermontag etwas moderater aus als in den Vortagen. So verteuerte sich E10 lediglich um 0,1 Cent, während Diesel um 0,3 Cent teurer wurde. In der vergangenen Woche waren die Zuwächse teilweise deutlich höher und erreichten an manchen Tagen mehrere Cent pro Liter, was die aktuelle leichte Entspannung jedoch nicht über die grundsätzliche Preisexplosion hinwegtrösten kann.
Langfristige Entwicklung und historischer Vergleich
Die langfristige Betrachtung offenbart das volle Ausmaß der Preissteigerungen. Seit der Einführung der sogenannten 12-Uhr-Regel am 1. April haben sich die Kraftstoffkosten kontinuierlich erhöht. Im Vergleich zum letzten Tag vor dieser Regelung hat sich Super E10 um weitere 8,5 Cent pro Liter verteuert, während Diesel sogar um 12,7 Cent teurer wurde.
Noch eindrucksvoller wird der Anstieg im historischen Kontext: Verglichen mit dem letzten Tag vor dem Kriegsausbruch, der als wesentlicher Preistreiber gilt, haben sich die Spritpreise massiv erhöht. So kostet E10 heute gut 41 Cent mehr pro Liter, während bei Diesel der Aufschlag fast 70 Cent beträgt. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltende Belastung für Verbraucher und die gesamte Wirtschaft.
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass trotz kurzfristiger Schwankungen der grundlegende Trend zu höheren Spritpreisen ungebrochen ist. Experten beobachten die Situation weiterhin mit Sorge, da keine nachhaltige Entspannung in Sicht ist.



