Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hatte nach Angaben seines Red-Bull-Rennstalls keine Schuld an seinem heftigen Abflug in der Qualifikation zum Großen Preis von Österreich. Teamchef Laurent Mekies übernahm die volle Verantwortung: „Als Team übernehmen wir die volle Verantwortung und entschuldigen uns bei ihm. Wir haben an Aerodynamik am Heck des Wagens verloren, was Max keine Chance ließ.“ Laut Mekies sei die gesamte Dynamik des Unfalls „ungewöhnlich“ gewesen. Ein Defekt am Heckflügel habe den Kontrollverlust verursacht.
Verstappen unverletzt – Startplatz fünf nach Crash
Zunächst war vermutet worden, dass Verstappen einen seltenen Fahrfehler begangen hatte und auf seiner letzten schnellen Runde die Kontrolle verlor, bevor er hart in die Streckenbegrenzung einschlug. Auf dem Red-Bull-Ring hatte der 28-jährige Niederländer die Chance auf einen Startplatz in der ersten Startreihe, musste sich aber am Ende mit Rang fünf begnügen. Die nicht unumstrittene Pole Position sicherte sich George Russell von Mercedes.
Bei dem Crash zog sich Verstappen keine Verletzungen zu. „Alles ist in Ordnung“, sagte er. Als Siebter der WM-Wertung steht er beim Heimspiel seines Rennstalls am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) unter Druck. Fünfmal gewann er bereits in Österreich – so oft wie kein anderer Fahrer.
Technischer Defekt als Ursache bestätigt
Die Untersuchung des Unfalls ergab, dass ein Defekt am Heckflügel die Aerodynamik des Wagens beeinträchtigte. Dadurch verlor Verstappen bei hoher Geschwindigkeit plötzlich Abtrieb, was den Kontrollverlust unvermeidbar machte. Teamchef Mekies betonte, dass der Fahrer keine Chance zur Reaktion hatte.
Verstappen selbst zeigte sich trotz des Rückschlags optimistisch: „Das Auto ist nicht so stark beschädigt, daher muss hoffentlich nicht viel daran geändert werden.“ Er rechnet sich Chancen auf ein Topresultat aus, sofern das Reifenmanagement bei Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius funktioniert. Der Niederländer liegt in der Fahrerwertung mit 112 Punkten auf Rang sieben, während WM-Leader Lando Norris (McLaren) 189 Zähler hat.
Auswirkungen auf das Rennen am Sonntag
Der Unfall in der Qualifikation sorgte für eine unerwartete Herausforderung für das Red-Bull-Team. Die Mechaniker arbeiteten daran, den Wagen für das Rennen am Sonntag wieder in einen wettbewerbsfähigen Zustand zu versetzen. Verstappen startet von Position fünf, was ihm trotz des Defekts noch eine gute Ausgangslage für das Rennen auf dem Red-Bull-Ring bietet.
Die Formel-1-Saison 2025 bleibt spannend: Während Verstappen aufholen muss, kämpfen Russell, Norris und andere um die Spitze. Das Rennen in Österreich wird am Sonntag um 15.00 Uhr (live auf Sky) ausgetragen.



