Polestar 3 800V: 680 PS, 22 Minuten Ladezeit und schwedisches Gold
Polestar 3 800V: 680 PS und 22 Minuten Ladezeit

Der neue Polestar 3 800V setzt neue Maßstäbe: Die Top-Version mit 680 PS lädt den Akku von 10 auf 80 Prozent in nur 22 Minuten. Das sind über 25 Prozent schneller als beim Vorgänger. Möglich macht dies die 800-Volt-Technologie mit einer Spitzenladeleistung von bis zu 350 kW.

Goldene Gurte und skandinavischer Minimalismus

Bereits die Sicherheitsgurte verraten die Leistungsstufe: Die Einstiegsversion mit 333 PS hat schwarze Gurte, die mittlere mit 544 PS schwarz-goldene, und die Top-Version „Performance“ mit 680 PS leuchtet in „Schwedengold“. Der Hersteller betont den skandinavischen Minimalismus: Die Karosserie verzichtet auf überflüssige Details, verfügt über die bekannten „Aero Wings“ und zwei neue Farben namens „Storm“ und „Krypton“.

Das Interieur bleibt edel, mit neuen Farbvarianten und Aluminium-Dekoreinsätzen, die zuvor nur als Sonderausstattung erhältlich waren. Der Testwagen war mit dem Luxuspaket „Prime“ ausgestattet, das unter anderem beheizbare Frontscheibenwischer und ein Bowers-&-Wilkins-Audiosystem mit „Abbey Road Studios Modus“ und aktiver Geräuschunterdrückung umfasst.

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Breathe Charge: Software optimiert Ladevorgang

Die Effizienz der Batterien wurde um bis zu sechs Prozent verbessert. Dies verdankt der Polestar 3 800V der Software „Breathe Charge“, die den Batteriezustand kontinuierlich überwacht und die Ladegeschwindigkeit anpasst. Laut Hersteller ermöglicht eine zehnminütige Gleichstromladung eine um bis zu 38 Prozent größere Reichweite im Vergleich zu einer Ladung ohne diese Technik.

Der heckseitige Motor wurde leistungsstärker ausgelegt, der Frontmotor verfügt über eine automatische Abkopplungsfunktion: Wenn er nicht benötigt wird, schaltet er ab, was Effizienz und Reichweite verbessert. Kombiniert mit überarbeiteten Stabilisatoren und einer Softwareoptimierung für die Lenkung soll dies ein „noch direkteres und emotionaleres Fahrerlebnis“ ermöglichen.

Zentralcomputer mit achtfacher Rechenleistung

Der Zentralcomputer des Polestar 3 800V leistet 254 Billionen Operationen pro Sekunde – achtmal mehr als zuvor. Dies beschleunigt die Steuerung der Sicherheitssysteme, der Batterieperformance und der Sensordaten und trägt zum sportwagenähnlichen Fahrverhalten bei.

Von der Rennstrecke zur Elektroauto-Marke

Polestar entstand aus einem 1996 von Rennfahrer Jan „Flash“ Nilsson gegründeten Racing-Team. Im Film „Cars 2“ taucht ein Rennauto namens „Flash Nilsson“ auf – blau mit königlich-gelbem, in „Schwedengold“ gehaltenem Aufdruck. Später gelangte die Firma über Volvo zum chinesischen Hersteller Geely. Heute ist Polestar eine eigenständige Marke für Elektroautos mit Hauptsitz bei Göteborg. Die Montage erfolgt vorerst in Chengdu (China) und Ridgeville (South Carolina).

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