Bisher ein Flop: Der komische Hara-Transfer bei St. Pauli
Hara-Transfer bei St. Pauli: Ein Flop?

Als im Winter klar war, dass der FC St. Pauli im Sturm nachlegen muss, war Morgan Guilavogui (27) die Wunschlösung. Der in der Vorsaison geliehene Angreifer hatte in Hamburg seine Bundesligatauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt (sechs Tore, zwei Vorlagen). Doch das Problem: die Ablösesumme! Sein Klub RC Lens verkaufte ihn lieber für fünf Millionen Euro in die US-amerikanische Major League Soccer. Auch andere Transferoptionen zerschlugen sich. Der Kiez-Klub zauberte am Ende Taichi Hara (26) hervor.

Ein Transfer mit Fragezeichen

Der Japaner (Marktwert: 1,5 Millionen Euro laut transfermarkt.de) kam wie Landsmann Tomoya Ando (27) im Januar aus der japanischen J-League. Im Gegensatz zum Verteidiger, der sofort einschlug und sich einen Stammplatz erkämpfte (zwölf Einsätze), sitzt Hara meist nur auf der Bank. In Heidenheim (0:2) brachte das Trainerteam für die letzten 30 Minuten Abdoulie Ceesay (22, null Tore bei 24 Einwechslungen). Coach Alexander Blessin begründete: „Die Gründe sind Trainingseindrücke. In einem Spiel, wo es um sehr viel Robustheit geht, ist Ceesay zwar etwas wild, haut sich aber in jeden Ball rein. Unser Eindruck war, ihn deshalb Taichi vorzuziehen.“ Übersetzt: Hara fehlt die Härte für den Bundesliga-Abstiegskampf.

Bisher ein Flop

Der Angreifer sollte anfangs über Kurzeinsätze (21 Minuten in Leverkusen) an das Niveau herangeführt werden. Mittlerweile hockt er nur noch draußen. In den vergangenen neun Partien kamen lediglich zwei Einsatzminuten gegen Bayern München (0:5) hinzu. Für seinen Ex-Klub Kyoto Sanga hatte Hara in 84 Meisterschaftsspielen 20 Tore erzielt und weitere 16 vorbereitet. Im Sommer 2025 gab er zudem sein Debüt in der japanischen Nationalmannschaft.

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Vielleicht weckte der Kiez-Klub eine falsche Erwartungshaltung an den Japaner. „Wenn er in den Raum kommt, wird es dunkel“, sagte Blessin zu Beginn und meinte Haras Körpergröße von 1,91 Metern. Ein Datenvergleich (fotmob.com) zeigt ihn bei gewonnenen Luftduellen und defensiven Aktionen stark. Alles schien auf eine Soforthilfe zu deuten. Zumal sich im Januar abzeichnete, dass der treffsicherste Stürmer Andréas Hountondji (23, vier Tore, Haarriss am Fuß) länger ausfällt und bei Martijn Kaars (27) die Anpassung an die erste Liga nicht reibungslos funktioniert. Verwunderlich, dass St. Pauli da nur auf einen Hara-Transfer setzte.

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