Im Mai 2026 erreichten vollelektrische Batteriefahrzeuge (BEV) in der Europäischen Union einen Marktanteil von 20 Prozent – fast jeder fünfte Neuwagen fährt damit ausschließlich elektrisch. Die Neuzulassungen von reinen Verbrennerautos brachen dagegen um rund ein Fünftel ein. Dies geht aus aktuellen Zahlen des europäischen Branchenverbands Acea hervor.
Gesamtmarkt wächst, Verbrenner verlieren deutlich
Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen in der EU im Mai 2026 um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 955.013 Fahrzeuge. Während der Absatz von Benzinern auf 210.383 Einheiten sank (minus rund 20 Prozent) und Dieselautos mit 69.482 Zulassungen ebenfalls zweistellig verloren, legten reine Stromer um rund 43 Prozent auf 203.417 Neuwagen zu. Auch Hybride verzeichneten Zuwächse.
In Deutschland wuchs der Automarkt im Mai nur um 0,1 Prozent, in Frankreich um 3,7 Prozent und in Italien um 7,6 Prozent. In Spanien gingen die Neuzulassungen dagegen um 0,8 Prozent zurück.
Volkswagen bleibt Marktführer, verliert aber
Volkswagen blieb mit 254.011 verkauften Fahrzeugen EU-weit der klare Marktführer, musste jedoch einen Rückgang um 3,6 Prozent hinnehmen. Stellantis (Fiat, Peugeot, Opel) verbuchte als Nummer zwei ein Minus von 2,6 Prozent, Renault als Dritter ein Minus von 1,3 Prozent. Der BMW-Konzern legte um 3,7 Prozent zu, Mercedes-Benz um 0,7 Prozent.
Chinesische Hersteller erobern Marktanteile
Besonders stark wuchsen chinesische Anbieter wie BYD, SAIC, Chery und Leapmotor. Sie konnten ihre Verkäufe in den ersten fünf Monaten des Jahres teils versechsfachen. BYD, der größte chinesische Hersteller, erreichte einen Marktanteil von 2,1 Prozent – eine Verdoppelung zum Vorjahr – und liegt damit deutlich vor Tesla. Der US-Elektroautopionier erholte sich von seinem früheren Absatzeinbruch und kam von Januar bis Mai auf einen Marktanteil von 1,9 Prozent.
Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen in der EU in den ersten fünf Monaten um vier Prozent auf rund 4,75 Millionen Fahrzeuge. Der Marktanteil reiner Batterieautos kletterte von 15,3 auf 20 Prozent. „Die Elektromobilität gewinnt in Europa rasant an Fahrt“, kommentierte ein Sprecher des Acea. „Vor allem chinesische Hersteller drängen mit aggressiven Preisen und neuer Technologie auf den Markt.“



