Borussia Dortmund plant, bei einem möglichen Verkauf von Felix Nmecha auf ein bewährtes Modell zurückzugreifen. Der BVB hatte den 24-jährigen Mittelfeldspieler im Sommer 2023 für rund 30 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtet. Nun soll eine Weiterverkaufsklausel greifen, die den Wolfsburgern eine prozentuale Beteiligung an der Ablösesumme sichert.
Bewährtes Modell: Wie beim Bellingham-Transfer
Laut Informationen von BILDplus orientiert sich der BVB am Vorgehen beim Verkauf von Jude Bellingham an Real Madrid. Damals sicherte sich der BVB eine Klausel, die bei einem späteren Weiterverkauf des Engländers eine Beteiligung vorsah. Ähnlich soll nun die Vereinbarung mit Wolfsburg ausgestaltet sein: Die Niedersachsen erhalten 10 bis 15 Prozent der Ablösesumme, die Dortmund für Nmecha einnimmt. Das könnte bei einem Transfererlös von geschätzten 40 bis 50 Millionen Euro eine Summe von 4 bis 7,5 Millionen Euro für Wolfsburg bedeuten.
Interesse von Real Madrid und anderen Klubs
Der spanische Spitzenklub Real Madrid hat nach BILDplus-Informationen ein Auge auf Nmecha geworfen. Allerdings gibt es noch keine konkreten Verhandlungen. Auch andere europäische Topklubs sollen den deutschen Nationalspieler beobachten. Nmecha selbst fühlt sich wohl in Dortmund, doch ein Wechsel zu einem noch größeren Verein könnte reizvoll sein. Der BVB ist grundsätzlich gesprächsbereit, falls ein Angebot im Bereich von 50 Millionen Euro eingeht.
Vertrag und Marktwert
Felix Nmecha besitzt beim BVB einen Vertrag bis 2028. Sein Marktwert wird auf rund 35 Millionen Euro geschätzt. Der gebürtige Hamburger kam in der vergangenen Saison auf 24 Pflichtspieleinsätze und erzielte dabei drei Tore. Besonders in der Champions League zeigte er starke Leistungen, was das Interesse aus Madrid weckte. Sollte es zu einem Transfer kommen, würde der BVB nicht nur die Ablöse kassieren, sondern auch von der Wertsteigerung des Spielers profitieren, die er in Dortmund erfahren hat.
Finanzielle Perspektive für den BVB
Ein möglicher Verkauf von Nmecha würde dem BVB finanzielle Mittel verschaffen, um in neue Spieler zu investieren. Trainer Edin Terzić plant bereits für die kommende Saison, und die Ablöse könnte in die Verstärkung des Kaders fließen. Allerdings ist ein Abgang von Nmecha nicht zwingend, da der BVB auch langfristig mit ihm plant. Die Entscheidung wird maßgeblich von den Angeboten abhängen, die bis zum Ende der Transferperiode eingehen.



