Supreme Court entscheidet zugunsten von Bayer
Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer hat im milliardenschweren US-Rechtsstreit um mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat einen entscheidenden Sieg vor dem Obersten Gerichtshof der USA errungen. Der Supreme Court entschied, dass die Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben. Damit entzogen die Richter Tausenden Klagen wegen angeblich unzureichender Krebs-Warnhinweise die Grundlage.
Bayers Argumentation bestätigt
Bayer hatte stets argumentiert, dass die US-Umweltschutzbehörde EPA den Wirkstoff als nicht krebserregend einstuft und entsprechende Warnhinweise daher nicht zulässig seien. Diese Position wurde nun vom höchsten Gericht der USA bestätigt. Die Entscheidung ist ein schwerer Schlag für die Kläger, die auf Schadensersatz in Milliardenhöhe gehofft hatten.
Börse reagiert positiv
Nach der Entscheidung legte die Bayer-Aktie an der Börse um 17 Prozent zu. Analysten sehen darin eine deutliche Entlastung für den Konzern, der in den vergangenen Jahren mit Tausenden von Glyphosat-Klagen konfrontiert war. Bayer hatte bereits mehrfach betont, dass die wissenschaftliche Bewertung der EPA die Sicherheit des Produkts belege.



