Apple investiert in USA: Broadcom produziert über 15 Milliarden Chips
Apple: Broadcom produziert über 15 Milliarden Chips in USA

Apple hat einen neuen Deal mit dem Halbleiter-Konzern Broadcom bekannt gegeben, der die Produktion von mehr als 15 Milliarden Chips in den USA vorsieht. Dabei handelt es sich um Technik rund um die Anbindung zu Kommunikations-Netzen, wie der iPhone-Konzern mitteilte. Die mehr als 30 Milliarden Dollar schwere Vereinbarung sieht vor, dass Broadcom seine Anlagen im Bundesstaat Colorado ausbaut und modernisiert. Die Unternehmen machten keine Angaben dazu, wann die neuen Kapazitäten in Betrieb gehen werden. Vorbörslich lagen die Aktien beider Unternehmen infolge der Meldung etwas im Minus.

Hintergrund: Rückholung der Chip-Produktion aus Asien

Die USA und Europa bemühen sich seit Jahren, mehr Chip-Produktion aus Asien zurückzuholen. Insbesondere Engpässe bei einigen Halbleiter-Produkten zu Beginn der Corona-Pandemie, die zeitweise unter anderem die Autoproduktion lahmlegten, waren ein Weckruf. Die Europäische Union und die vorherige US-Regierung von Präsident Joe Biden setzten auf Milliarden-Subventionen. Sein Nachfolger Donald Trump hingegen versucht, die Unternehmen mit Zolldrohungen zur Chip-Fertigung in den USA zu zwingen.

Aktuelle Situation in der Chipindustrie

Die weltweiten Kapazitäten in der Chipindustrie sind aktuell durch den rapiden Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz stark ausgelastet. Apple bekam das unter anderem zu spüren, als der Konzern im vergangenen Jahr die Nachfrage bei iPhones sowie einigen Modellen seiner Mac-Computer unterschätzt hatte. Der Konzern, dessen Lieferkette üblicherweise extrem robust ist, tat sich danach schwer, Kapazitäten zur Produktion zusätzlicher Chipsysteme zu finden. Der neue Deal mit Broadcom soll diese Abhängigkeit verringern und die Versorgungssicherheit erhöhen.

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