Der 1. FC Nürnberg hat sich erneut als eine der besten Adressen für Talententwicklung im deutschen Fußball etabliert. Der Verein setzt in der abgelaufenen Zweitligasaison auf eine beeindruckende Anzahl junger Spieler und wird damit zum unangefochtenen Teenie-Meister.
Neun Teenager im Einsatz
Kein anderer Verein in Deutschland bietet so vielen eigenen Talenten eine Plattform wie der FCN. In der vergangenen Saison kommen gleich neun Spieler zum Einsatz, die zum Zeitpunkt ihres Debüts noch keine 20 Jahre alt waren. Damit übertrifft der Club alle anderen Teams in der 2. Bundesliga.
Zwar liegen andere Vereine wie der VfL Bochum mit über 6000 Einsatzminuten bei Teenagern deutlich vor Nürnberg (rund 1800 Minuten), doch verteilen sich diese Minuten bei Bochum auf nur sechs Spieler. Der FCN hingegen setzt auf Breite und gibt neun verschiedenen Talenten eine Chance.
Marko Soldic: Jüngster Profi der Vereinsgeschichte
Ein besonderes Highlight ist Mittelfeld-Talent Marko Soldic. Mit 16 Jahren wird er zum zweitjüngsten Profi der gesamten Liga – nur Kennet Eichhorn von Hertha BSC Berlin ist ebenfalls 16 und noch etwas jünger. Für den 1. FC Nürnberg ist Soldic jedoch der jüngste Profi aller Zeiten. Nie zuvor debütierte ein Spieler in jüngeren Jahren für den Club.
Die meisten Einsatzminuten aller Teenager beim FCN sammelt Stürmer Artem Stepanov (18), der auf 678 Minuten kommt. Allerdings wird seine Leihe aus Leverkusen in der Winterpause abgebrochen.
Erfolgsmodell Talentförderung
Der Verein profitiert langfristig von der Förderung seiner Talente, insbesondere durch Weiterverkaufsbeteiligungen. Ein aktuelles Beispiel ist Abwehrspieler Nathaniel Brown (22), der vor einem Wechsel zum FC Bayern steht. Solche Transfers zeigen, dass die Strategie des Clubs aufgeht.
Auch in der kommenden Saison will der FCN auf seinen Jugendstil setzen. Ob er dann seinen inoffiziellen Titel als Nachwuchs-Meister verteidigen kann, bleibt abzuwarten.



