Bundesbeamte dürfen bis zu 8 Wochen am Strand arbeiten – neue BILD-Recherche
Bundesbeamte: 8 Wochen Homeoffice am Strand

Eine neue BILD-Recherche enthüllt, dass in manchen Bundesbehörden noch großzügigere Homeoffice-Regelungen gelten als bislang bekannt. Während die Bundesministerien bereits über die sogenannte Mallorca-Regel diskutieren – Arbeiten aus dem Ausland –, zeigen sich in einigen Behörden noch lockerere Vorschriften. Beschäftigte dürfen demnach wochenlang aus dem Ausland arbeiten, in einigen Fällen sogar ohne Beschränkung auf Europa.

Bis zu acht Wochen Homeoffice am Strand

Konkret bedeutet dies: Morgens ein paar E-Mails bearbeiten, mittags an den Strand, abends Tapas am Hafen – und das ohne einen einzigen Urlaubstag zu nehmen. Was für Millionen Arbeitnehmer wie ein Urlaubstraum klingt, ist für manche Staatsbedienstete bereits Realität. Die Regelungen variieren je nach Behörde, aber einige erlauben ihren Mitarbeitern, bis zu acht Wochen pro Jahr aus dem Ausland zu arbeiten.

Mallorca-Regel sorgt für Kontroversen

Bereits zuvor hatte ein erstes Ressort nach einer BILD-Anfrage angekündigt, die umstrittene Mallorca-Regel wieder zu kippen. Doch die neue Recherche zeigt, dass in anderen Behörden die Vorschriften sogar noch weiter gehen. „Das ist ein Unding“, zitiert BILD einen nicht genannten Kritiker. „Während viele Arbeitnehmer täglich ins Büro pendeln müssen, können sich Beamte quasi einen Urlaub auf Staatskosten gönnen.“

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Keine Europa-Grenze für einige Behörden

Besonders brisant: In einigen Fällen gibt es keine Europa-Grenze. Das bedeutet, dass Mitarbeiter auch aus Ländern außerhalb der EU arbeiten dürfen, etwa aus den USA oder Asien. Die genauen Regelungen sind jedoch von Behörde zu Behörde unterschiedlich und werden nicht immer transparent kommuniziert.

Die Debatte um Homeoffice im öffentlichen Dienst ist nicht neu. Bereits im Januar 2026 hatte BILD über die großzügigen Regelungen in den Bundesministerien berichtet. Damals hieß es, dass viele Mitarbeiter bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen dürfen – auch aus dem Ausland. Die neue Recherche zeigt nun, dass einige Behörden noch einen Schritt weitergehen.

Reaktionen aus der Politik

Die Opposition im Bundestag fordert eine einheitliche Regelung für alle Bundesbehörden. „Es kann nicht sein, dass jeder Laden seine eigenen Regeln macht“, sagte ein Sprecher der Unionsfraktion. Auch der Bund der Steuerzahler kritisiert die Praxis: „Das ist eine Verschwendung von Steuergeldern und ein Schlag ins Gesicht der hart arbeitenden Bevölkerung.“

Die Bundesregierung hat bisher nicht auf die neuen Enthüllungen reagiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Mallorca-Regel nun doch wieder gekippt wird oder ob die großzügigen Regelungen Bestand haben.

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