Arbeitsministerin Bas will Achtstundentag nicht pauschal lockern
Das Bundesarbeitsministerium plant, den Achtstundentag nicht generell abzuschaffen, aber mehr Flexibilität für längere Arbeitstage zu schaffen. Ministerin Bärbel Bas (SPD) möchte dies jedoch an Tarifverträge knüpfen. Nur Tarifpartner sollen künftig eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit vereinbaren können. Dies geht aus einem Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes hervor, der dem Handelsblatt vorliegt.
Entwurf sieht Kopplung an Tarifverträge vor
Der Entwurf greift eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD auf. Darin war die Schaffung einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit angekündigt worden. Für Branchen ohne Tarifvertrag soll es jedoch bei der täglichen Höchstarbeitszeit bleiben. Die Reform ist Teil eines Pakets, das die Koalition vor der Sommerpause verabschieden will. Auch Renten- und Steuerreformen sind geplant.
Union zeigt sich ablehnend
Die Union sperrt sich bereits gegen die Pläne. Aus dem Ministerium hieß es, der Entwurf sei noch nicht final abgestimmt. Die SPD-Chefin betont, dass die Flexibilisierung der Arbeitszeit nur mit Zustimmung der Sozialpartner erfolgen soll.



