Studie: Fast jedes dritte deutsche Patent in ausländischer Hand
Jedes dritte deutsche Patent in ausländischer Hand

Deutschland verliert durch Firmenübernahmen zunehmend Patente ins Ausland. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung kontrollieren ausländische Konzerne inzwischen rund 29 Prozent der 189.000 transnationalen Patente, die deutsche Unternehmen zwischen 2000 und 2022 angemeldet haben.

USA und China als Hauptprofiteure

„Die meisten in Deutschland hervorgebrachten Patente werden aus den USA kontrolliert, aber auch China hat sich bereits in der entsprechenden Spitzengruppe etabliert“, heißt es in der Untersuchung. Die Autoren warnen vor den geopolitischen Risiken: „Angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen müssen beide Umstände kritisch hinterfragt werden.“ Deutschland sei gut beraten, mehr Unabhängigkeit in relevanten Technologiebereichen zu erzielen.

Wettbewerb oder strategische Übernahme?

Co-Autor Oliver Koppel betont, dass auch deutsche Konzerne im Ausland Patente halten – dies sei Teil des normalen Wettbewerbs. Allerdings lenke China Übernahmen im Westen geostrategisch und schotte gleichzeitig den eigenen Markt für ausländische Investoren ab. Dies verschärfe die Schieflage.

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Empfehlung: Mehr Investitionen in Forschung

Das arbeitgebernahe Institut empfiehlt, dass Deutschland seine Forschungsausgaben deutlich erhöht, um international nicht den Anschluss zu verlieren. Der Anteil der deutschen Wirtschaft an den weltweiten Forschungs- und Entwicklungsausgaben sei deutlich gesunken. Die Studie mahnt: Ohne Gegenmaßnahmen drohe eine wachsende technologische Abhängigkeit.

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