Die Entscheidung ist gefallen. Kennet Eichhorn (16), Deutschlands am meisten umworbenes Talent, hat seine Wahl getroffen. Der Mittelfeldspieler von Hertha BSC wechselt in die Bundesliga. Der FC Bayern war dran, Borussia Dortmund, RB Leipzig, Liverpool, Manchester City. Spielen wird der Jungstar in Zukunft für Bayer Leverkusen. Der Werksklub setzte sich im Poker um das Mega-Talent durch.
Eichhorn beim Medizin-Check
Am Mittwoch kam Eichhorn zur Unterschrift nach Leverkusen. Nach BILD-Info hat er am selben Tag seinen Medizin-Check absolviert. Bayer plant den Youngster, der im Juli seinen 17. Geburtstag feiert, fest im Mittelfeld seiner Bundesliga-Mannschaft ein. Eichhorn hatte schon seit einigen Wochen Leverkusen favorisiert. Deshalb wartete er auf die Trainer-Entscheidung beim Werksklub. Der präsentierte am Freitag vergangener Woche den Spanier Carles Martínez (42) als Nachfolger von Kasper Hjulmand (54). Der Spanier begab sich am Samstag auf seine erste Dienstreise für den neuen Arbeitgeber: nach Berlin zu Eichhorn.
Geheimtreffen mit Martínez
Beim Geheimtreffen überzeugte Martínez den Berliner Teenie endgültig vom Wechsel nach Leverkusen, den Sportchef Simon Rolfes (44) und Fußball-Boss Kim Falkenberg (38) seit einem Jahr vorbereitet hatten. Das Gespräch lief für beide Seiten sehr gut. Harmonisch, zielgerichtet, in die Tiefe gehend. Der zentrale Mittelfeldspieler hörte nicht einfach zu, was der Trainer zu berichten hatte. Er stellte sehr konkrete Fragen nach taktischen Abläufen, nach Rollen und Aufgaben im Spiel. Anschließend fällte Eichhorn seine Entscheidung für Leverkusen.
Ablöse und Gehalt
Die festgeschriebene Ablöse liegt bei knapp zehn Millionen Euro. Ein Handgeld in gleicher Größenordnung soll fließen. Zudem kassiert Eichhorn bei Bayer ein Millionen-Gehalt. Die Zahlen klingen riesig, schreckten Leverkusen aber nicht ab. Eichhorn wird eine große Karriere prognostiziert. Ähnlich wie seine Vorgänger in Leverkusen – Kai Havertz (26) und Florian Wirtz (23). Beide Nationalspieler wurden bei Bayer von Talenten zu Weltstars, wechselten später für dreistellige Millionen-Ablösen nach England.



