UN-Generalsekretär: Koordinierte KI-Regulierung zum Schutz Minderjähriger
UN-Chef fordert koordinierte KI-Regulierung

UN-Generalsekretär António Guterres hat auf einer internationalen KI-Konferenz in Genf eine koordinierte Regulierung Künstlicher Intelligenz gefordert und dabei den Jugendschutz als Priorität genannt. KI-Modelle sollten demnach nur dann für Minderjährige zugelassen werden, wenn ihre Sicherheit nachgewiesen sei – ähnlich wie bei Medikamenten.

Guterres warnt vor rasanter Verbreitung von KI

„Eine Technologie, die Volkswirtschaften neu gestalten, die Arbeitswelt verändern, Wahlen beeinflussen und das Sicherheitsgefüge verschieben kann, wird schneller eingeführt, als irgendjemand – einschließlich der Entwickler – damit Schritt halten könnte“, sagte Guterres am Montag zum Auftakt der Konferenz. Er verwies auf die enorme Geschwindigkeit der Verbreitung: „Das Internet brauchte 15 Jahre, um eine Milliarde Menschen zu erreichen; KI schaffte das in zwei.“ Innovation brauche jedoch Leitplanken. Wenn KI leistungsfähig sein solle, müsse sie reguliert werden.

Jugendschutz als zentrale Forderung

Die Staaten der Welt sollten ihre rechtlichen Rahmenbedingungen aufeinander abstimmen, forderte Guterres. Dabei müsse der Jugendschutz Priorität haben. Minderjährige würden unter anderem dazu verleitet, sich selbst Schaden zuzufügen. Zudem täusche KI Freundschaften vor. „Wir geben Kindern keine Medikamente, deren Sicherheit nicht nachgewiesen ist. Wir prüfen jedes Spielzeug. KI hat jedoch Einzug in das Leben unserer Kinder gehalten, noch bevor überhaupt gefragt wurde, welche Auswirkungen dies auf sie hat“, sagte der UN-Chef.

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Internationale Zusammenarbeit gefordert

Guterres rief zu einer koordinierten internationalen Regulierung auf, um die Risiken der KI zu minimieren und gleichzeitig ihre Potenziale zu nutzen. Die Konferenz in Genf, an der Experten, Regierungsvertreter und Technologieunternehmen teilnehmen, soll konkrete Schritte für eine weltweit abgestimmte KI-Politik erarbeiten. Der UN-Generalsekretär betonte, dass die Sicherheit von KI-Systemen nicht allein den Entwicklern überlassen werden dürfe, sondern staatliche Aufsicht erfordere.

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