Trump verteidigt Millionengeschäfte seiner Familie gegen Korruptionsvorwürfe
Trump verteidigt Millionengeschäfte seiner Familie

US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit CNBC die millionenschweren Geschäftstätigkeiten seiner Familie vehement verteidigt und jegliche Interessenkonflikte mit seinem Regierungsamt zurückgewiesen. Hintergrund sind die jüngst veröffentlichten Einkommenserklärungen, die allein für das vergangene Jahr Einnahmen von über einer Milliarde Dollar aus Kryptodeals ausweisen. Diese Summe hat scharfe Kritik von Demokraten und Transparenzorganisationen ausgelöst.

Trumps Verteidigung: „Nichts Illegales daran“

Im Oval Office betonte Trump, dass an seinen Kryptogeschäften „nichts verboten“ sei. Die Einnahmen stammen aus Beteiligungen an einem Unternehmen im Besitz der Trump-Familie. Zugleich hat seine Regierung den Handel mit Digitalwährungen seit seinem Amtsantritt massiv vorangetrieben. Trump selbst gab an, keine genauen Kenntnisse über seine Investitionen zu haben: „Meine Kinder, vor allem Eric, regeln meine Finanzangelegenheiten. Ich rede nicht mit ihm darüber. Aber es ist nichts Illegales daran, da ist nichts falsch damit. Ich könnte davon wissen.“

Kinder im Fokus: „Sie haben auch ein Leben“

Der 80-jährige Präsident zeigte Verständnis für die schwierige Lage seiner Kinder. Das Amt sei „so mächtig und so groß“, dass fast jede Handlung seiner Söhne als Interessenkonflikt ausgelegt werden könne. Er rate ihnen zu Zurückhaltung, räumte aber ein: „Sie haben auch ein Leben. Sie haben lange Geschäfte gemacht, bevor ich daran gedacht habe, für die Präsidentschaft zu kandidieren.“ Die Demokraten sehen das anders. Senatorin Elizabeth Warren sprach von „schamloser Kryptokorruption“ und forderte schärfere Regeln. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom kritisierte: „Trump wird reicher. Seine Krypto-Unterstützer hingegen werden abgezockt.“ Tim Walz, Gouverneur von Minnesota, nannte Trump den „korruptesten Präsidenten in der Geschichte der USA“.

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Hintergrund: Kryptogeschäfte und steigendes Vermögen

Die Einkommenserklärung offenbart, dass Trumps Aktivitäten im Kryptosektor der Haupttreiber seines enorm steigenden Privatvermögens sind. Kritiker bemängeln, dass Trump persönlich von politischen Entscheidungen profitiert, die seine Regierung zugunsten von Digitalwährungen getroffen hat. Die Debatte überschattet die Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der USA. Historiker Jason Steinhauer erklärte, warum die Jubiläumsfeier hinter den Erwartungen bleibt und wie Trump sie politisch auflädt.

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