Trump muss Namen aus Kennedy-Center-Korrespondenz entfernen
Trump-Name aus Kennedy-Center gestrichen

Gericht erzwingt Namensentfernung am Kennedy Center

Nach einer richterlichen Anordnung muss US-Präsident Donald Trump seinen Namen aus der offiziellen Korrespondenz des Kennedy Centers in Washington, D.C. streichen lassen. Dies betrifft unter anderem E-Mail-Signaturen, Briefköpfe sowie offizielle Dokumente und die Internetseite des Kulturzentrums. Der Beschluss folgt einer Klage, die die eigenmächtige Umbenennung des Centers durch Trump als rechtswidrig einstufte, da der Kongress dieser nicht zugestimmt hatte.

Trump-Promenade als Alternativprojekt

Als Ausgleich kündigte Trump am Donnerstag im Weißen Haus die Schaffung einer „Trump-Promenade“ an. Diese soll das Lincoln-Denkmal mit dem Potomac-Fluss verbinden. Der 79-jährige Präsident erklärte, die Flaniermeile werde „wunderschön“ werden, auch wenn er nicht sicher sei, ob er den Namen wolle. Auf der anderen Flussseite ist ein riesiger Triumphbogen geplant, der fast dreimal so hoch wie das Brandenburger Tor und anderthalbmal so hoch wie der Pariser Triumphbogen sein soll.

Personenkult und Umbauten in Washington

Trump lässt die US-Hauptstadt an mehreren Stellen umgestalten, um sich ein Denkmal zu setzen. So ließ er den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um einen Ballsaal zu errichten – ein Projekt, das nicht reibungslos verläuft. Zudem wurde sein Name an Gebäuden wie dem Friedensinstitut angebracht. Die gerichtliche Anordnung zwingt ihn nun, den Namen vom Kennedy Center zu entfernen, wo er bislang als „The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts“ firmierte.

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Trumps Reaktion und Zukunft des Centers

Trump reagierte verärgert auf die Entscheidung und drohte, die Kontrolle über das Center an den Kongress abzugeben. In seinem Onlinedienst Truth Social schrieb er, er habe kein Interesse an einer „hoffnungslosen Reise ins Nimmerland“. Die geplante zweijährige Renovierung ab dem 4. Juli wurde ebenfalls gerichtlich untersagt. Das Kennedy Center selbst äußerte sich nicht dazu, wann Trumps Name von der Fassade entfernt wird.

Die Entscheidung des Richters ist ein Rückschlag für Trumps Bestreben, sich in Washington dauerhaft zu verewigen. Stattdessen setzt er nun auf die Trump-Promenade und andere Prestigeprojekte, um seinen Einfluss zu sichern.

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