Der US-Demokrat Bernie Sanders hat einen weitreichenden Vorschlag zur Teilvergesellschaftung großer KI-Unternehmen vorgelegt. Der Senator aus Vermont möchte, dass die amerikanische Öffentlichkeit künftig an den Gewinnen von Firmen wie OpenAI, Anthropic und xAI beteiligt wird. Dafür hat er die Einrichtung eines Staatsfonds ins Spiel gebracht.
Die Idee im Detail
Konkret sollen die genannten KI-Konzerne einmalig 50 Prozent ihrer Anteile in Form von Aktien in diesen Fonds einbringen. Sanders argumentiert, dass die Künstliche Intelligenz dieser Unternehmen auf den Daten der Allgemeinheit basiert. Die Modelle würden Bücher, Musik, Kunst, Journalismus, Code und Forschungsergebnisse nutzen, die von unzähligen Menschen geschaffen wurden. Daher müsse der daraus resultierende Gewinn auch der Gesellschaft zugutekommen.
Rückzahlung für gestohlene Daten
Der vorgeschlagene Fonds sei nichts anderes als eine Art Rückzahlung für die „gestohlenen“ Daten, so Sanders. Die Konzerne hätten ungefragt die über Jahrhunderte angesammelte „kollektive menschliche Intelligenz“ für das Training ihrer Modelle verwendet, ohne dafür eine angemessene Vergütung zu leisten. Dies stelle die eigentliche Grundlage für ihren wirtschaftlichen Erfolg dar. Der Staat solle daher sicherstellen, dass die Profite nicht nur privaten Investoren, sondern der breiten Bevölkerung zugutekommen.
Reaktionen und Ausblick
Der Vorschlag hat in den USA eine kontroverse Debatte ausgelöst. Befürworter sehen darin einen gerechten Ausgleich für die Nutzung öffentlicher Ressourcen. Kritiker warnen dagegen vor staatlicher Einmischung und möglichen negativen Auswirkungen auf Innovation und Investitionen. Es bleibt abzuwarten, ob Sanders‘ Initiative politische Unterstützung findet oder ob sie im Kongress scheitert. Klar ist jedoch, dass die Diskussion um die gesellschaftliche Verteilung der KI-Gewinne weiter an Fahrt gewinnen wird.



