Bill Gates: Epstein erpresste mich mit außerehelichen Affären
Epstein erpresste Gates mit Affären

Der Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat vor einem Ausschuss des US-Kongresses ausgesagt, dass der verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein versucht habe, ihn zu erpressen. Dabei habe es sich um außereheliche Affären von Gates gehandelt. „Epstein versuchte, Informationen über meine Untreue – zusätzlich zu vielen Lügen, die er darüber verbreitete – zu nutzen, um mich unter Druck zu setzen, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten“, erklärte Gates am Mittwoch vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses.

Hintergrund der Aussage

Der Ausschuss untersucht den Umgang des US-Justizministeriums mit den Ermittlungen gegen Epstein und dessen Komplizin Ghislaine Maxwell. Aus kürzlich veröffentlichten Dokumenten geht hervor, dass sich Gates und Epstein nach dessen erster Haftstrafe im Jahr 2008 mehrfach trafen. Gates räumte ein, damals das volle Ausmaß von Epsteins Verbrechen nicht erkannt zu haben. Er habe jedoch nie kriminelles Verhalten bei Epstein beobachtet.

Epsteins Verbrechen und Tod

Epstein hatte sich 2008 in Florida wegen schwerer Vergehen im Zusammenhang mit Prostitution schuldig bekannt und saß 13 Monate im Gefängnis. Im Jahr 2019 wurde er auf Bundesebene wegen Sexhandels mit Minderjährigen angeklagt. Er starb noch im selben Jahr in Untersuchungshaft; offiziell beging er Suizid. Es existieren jedoch Verschwörungstheorien, wonach er getötet wurde, um sein Wissen über angebliche Verstrickungen hochrangiger Persönlichkeiten in die sexuelle Ausbeutung zu vertuschen.

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Verbindungen zu Prominenten

Vom Justizministerium freigegebene interne Dokumente offenbarten Epsteins Verbindungen zu zahlreichen Prominenten, darunter auch US-Präsident Donald Trump. Trump hatte sich gegen die Veröffentlichung der Akten gewehrt, bis der Kongress diese per Gesetz erzwang. Im April entließ Trump Justizministerin Pam Bondi, der Kritiker vorwarfen, den Präsidenten in der Affäre schützen zu wollen. In den Akten waren auch Bilder von Gates enthalten, auf denen er mit Frauen posiert, deren Gesichter unkenntlich gemacht wurden. Gates hatte zuvor erklärt, die Beziehung zu Epstein habe sich auf Gespräche über philanthropische Themen beschränkt.

Die Anhörung von Gates ist Teil einer Reihe von Untersuchungen des Kongresses zu Epsteins Netzwerk und dem Umgang der Justiz mit dem Fall. Die Aussage des Microsoft-Gründers wirft ein neues Licht auf die Art der Beziehung zwischen den beiden Männern und die Versuche Epsteins, nach seiner ersten Verurteilung wieder Einfluss zu gewinnen.

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