US-Piloten nach Hubschrauberabschuss von Drohnenboot gerettet
Drohnenboot rettet US-Piloten nach Abschuss

Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines Apache-Hubschraubers durch eine iranische Drohne sind die beiden US-Piloten in einer beispiellosen Rettungsaktion geborgen worden. Wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf die US-Armee berichtet, setzte die Marine erstmals ein autonomes Überwasserfahrzeug für eine Rettungsmission ein.

Helikopterabsturz vor der Küste Omans

Der Apache-Hubschrauber war am Montag über der Straße von Hormuz unterwegs, als er mutmaßlich von einer iranischen Drohne getroffen wurde und vor der Küste Omans ins Meer stürzte. Die beiden Piloten trieben etwa zwei Stunden lang im Wasser, während die Dunkelheit hereinbrach. Ein Kapitän des US-Zentralkommandos beschrieb die Flucht aus dem abstürzenden Flugzeug später als einen „Moment der Hand Gottes“.

Rettung durch das Drohnenboot „Saronic Corsair“

Die Rettung gelang mit dem unbemannten Überwasserfahrzeug „Saronic Corsair“ – einem 7,3 Meter langen, KI-gestützten Drohnenboot, das von dem US-Rüstungsunternehmen Saronic Technologies entwickelt wurde. Das Fahrzeug erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 64 Kilometern pro Stunde und kann etwa 450 Kilogramm transportieren.

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Unter Luftunterstützung von US-Kampfdrohnen und Kampfjets manövrierte das Drohnenboot die beiden Piloten in sichere Gewässer. Von dort wurden sie von einem Rettungshubschrauber in die Luft gezogen.

Erster Einsatz dieser Art

Captain Tim Hawkins vom US-Zentralkommando bestätigte, dass dies der erste bekannte Einsatz eines unbemannten Überwasserfahrzeugs bei einer amerikanischen Rettungsmission war. „Wir haben dieses Szenario in Übungen trainiert, aber nicht ganz so“, sagte Hawkins. „Zeigt, wie weit die Technologie gekommen ist.“

Das Drohnenboot war Teil der Task Force 59, einer in Bahrain stationierten Spezialtruppe der US-Marine, die seit Jahren den Einsatz autonomer Systeme im Persischen Golf ausbaut. Die „Corsair“-Boote wurden erst im März 2026 in der Region zum ersten Mal eingesetzt.

Technologischer Fortschritt im Militär

Die erfolgreiche Rettung demonstriert, wie weit die unbemannte Technologie im Militär vorangekommen ist. Ein ehemaliger Navy-Captain, der die Task Force 59 leitete, betonte: „Die Marine hat Jahre damit verbracht, zu beweisen, dass unbemannte Systeme in einer der komplexesten und strategisch wichtigsten Wasserstraßen der Welt funktionieren können. Zu sehen, dass diese Fähigkeit jetzt bei einer echten Rettung beiträgt, zeigt, wie weit die Technologie und die Operatoren gekommen sind.“

Im Dezember 2025 erteilte die US-Marine Saronic Technologies einen Produktionsauftrag im Wert von etwa 340 Millionen Euro für autonome maritime Fahrzeuge. Geleitet wird das Unternehmen von Dino Mavrookas, einem ehemaligen Soldaten der US-Eliteeinheit Navy Seals. Auch die ukrainische Armee entwickelt Drohnen zur Evakuierung verletzter Soldaten von der Front.

Iran bestreitet gezielten Angriff

Iranische Vertreter erklärten, Teheran habe den abgestürzten Hubschrauber nicht gezielt ins Visier genommen, aber Drohnen auf Handelsschiffe abgefeuert. US-Vertreter sagten, die Absturzursache werde untersucht. Apache-Hubschrauber fliegen für Patrouillen auf See in geringer Höhe über dem Gewässer und geraten dadurch in die Reichweite von Drohnen. Der Angriff rechtfertige eine Reaktion, unabhängig davon, ob er beabsichtigt gewesen sei oder nicht, so die USA.

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