In den USA sorgt ein neuer Schadenersatzprozess für Aufsehen. Eine 56-jährige Frau aus dem Bundesstaat Virginia verklagt die Restaurantkette Outback Steakhouse auf 1,5 Millionen Dollar (umgerechnet rund 1,3 Millionen Euro). Sie behauptet, in einer Filiale auf verschüttetem Kartoffelpüree ausgerutscht zu sein und dabei schwere Verletzungen erlitten zu haben.
Der Unfallhergang
Der Vorfall ereignete sich laut Klageschrift am 14. Mai 2023 in einem Outback-Steakhouse-Restaurant im Washingtoner Vorort Sterling. Tracy R., so der Name der Klägerin, war auf dem Weg zur Toilette, als sie auf eine rutschige Substanz trat – nach ihren Angaben handelte es sich um Kartoffelpüree. Sie stürzte und schlug mit dem Gesicht auf dem harten Boden auf.
Vorwürfe gegen das Restaurant
In der Klage, die zunächst beim Bezirksgericht von Loudoun County eingereicht und später an ein Bundesgericht verwiesen wurde, wirft die Frau der Restaurantkette vor, ihre Sorgfaltspflicht verletzt zu haben. Sie habe es versäumt, für ein sicheres Umfeld für Gäste zu sorgen. Konkret heißt es, das verschüttete Kartoffelpüree sei zu lange auf dem Boden liegen geblieben, ohne dass es beseitigt oder eine Warnung aufgestellt worden sei. Dadurch seien „unangemessen gefährliche Bedingungen“ entstanden.
Reaktion der Restaurantkette
Outback Steakhouse, das mit seinem australischen Themenkonzept weltweit über 1000 Filialen betreibt, wies alle Vorwürfe zurück. Das Unternehmen bestreitet, fahrlässig gehandelt zu haben, und argumentiert, dass die nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden seien.
Folgen für die Klägerin
Tracy R. macht geltend, durch den Sturz erhebliche Schmerzen sowie „schwere und dauerhafte Verletzungen“ erlitten zu haben. Nähere Angaben zu den Verletzungen wurden in der Klageschrift nicht gemacht. Die Frau erklärt, dass ihre Erwerbsfähigkeit eingeschränkt sei und sie für Behandlungen sowie Krankenhauskosten selbst aufkommen müsse. Daher fordert sie nun Schadenersatz in Millionenhöhe.
Der Fall zeigt erneut, wie schnell ein scheinbar harmloser Unfall zu einer rechtlichen Auseinandersetzung mit hohen finanziellen Forderungen führen kann. Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht entscheiden wird.



