Ukraine: Stromleitung am AKW Saporischschja nach 15-stündigem Ausfall repariert
Stromleitung am AKW Saporischschja repariert

Stromleitung am Atomkraftwerk Saporischschja wieder in Betrieb

Eine wichtige Stromleitung am ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja funktioniert wieder. Nach 15 Stunden ohne externe Versorgung sei die Zuleitung zu Europas größtem Kernkraftwerk repariert worden, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf der Plattform X mit. Zuvor musste die Anlage zur Kühlung ihrer sechs abgeschalteten Reaktoren auf Notstromdieselgeneratoren zurückgreifen. Es handelte sich um den 18. Ausfall der externen Stromversorgung seit Beginn des russischen Angriffskriegs, einer der längsten. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi betonte, der Vorfall unterstreiche die extreme Anfälligkeit des Stromnetzes und die Dringlichkeit der Lage. Die Ukraine und Russland hatten sich zuvor auf eine begrenzte Waffenruhe geeinigt, um die Reparaturen zu ermöglichen; die IAEA hatte vermittelt.

Ukraine setzt auf Rüstungsindustrie als Wirtschaftsfaktor

Die Ukraine sieht ihre Rüstungsindustrie als dauerhafte Quelle wirtschaftlicher Stärke. Finanzminister Serhij Martschenko erklärte auf dem Jahrestreffen der Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in Riga, die Nachfrage habe einen boomenden Wirtschaftszweig geschaffen. Entscheidend sei nun, die Industrie zu stärken, Entwicklungskapazitäten zu schaffen und das militärische Potenzial für einen breiteren Markt zu öffnen. Die Ukraine stehe vor der Entscheidung, die Ausfuhr von Militärgütern zu ermöglichen. Martschenko betonte, der Ausbau könne nicht nur militärische Fortschritte bringen, sondern auch dazu beitragen, ein ziviles Umfeld nach dem Krieg zu schaffen, da ein Teil der Produktion auch zivil genutzt werden könne.

Ukrainischer Angriff auf Öldepot in Region Leningrad

Das ukrainische Militär teilte mit, es habe in der Nacht ein Öldepot und einen Ölterminal in der russischen Region Leningrad getroffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte zuvor, das Militär habe zudem ein weiteres russisches Öldepot in der Region Krasnodar getroffen. Ukrainische Drohnen hätten ein Öllager in Krasnodar sowie eine Militärbasis nahe St. Petersburg getroffen. „Russland muss seinen Krieg beenden und seine Angriffe auf das Leben stoppen“, schrieb Selenskyj auf X. Jede Ungerechtigkeit gegenüber der Ukraine werde eine gerechte Antwort erhalten.

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Feuer in russischer Raffinerie ohne Drohnenangriff

In der Antipinski-Raffinerie, der größten nichtstaatlichen Ölverarbeitungsanlage Russlands, ist in der Region Tjumen ein Feuer ausgebrochen. Ursache seien Verfahrensverstöße an einer Reinigungsanlage, teilten die örtlichen Behörden auf Telegram mit. Berichte über einen ukrainischen Drohnenangriff wiesen sie zurück. Die Feuerwehr sei mit den Löscharbeiten beschäftigt, Opfer gebe es nicht.

Ukraine entschuldigt sich bei Griechenland für Drohnenvorfall

Das ukrainische Außenministerium hat sich für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der griechischen Insel Lefkada entschuldigt. Außenamtssprecher Heorhij Tychyj schrieb auf X, der Vorfall sei auf Umstände zurückzuführen, die durch die russische Aggression verursacht wurden. Der russische Krieg stelle eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten dar. Kiew bedankte sich für die griechische Unterstützung seit Kriegsbeginn. Bereits im Mai entdeckten Fischer das etwa sechs Meter lange unbemannte Boot mit rund 100 Kilogramm Sprengstoff; die Küstenwache machte den Sprengsatz unschädlich. Athen hatte eine Protestnote überreicht und eine offizielle Stellungnahme verlangt.

Rosatom: Ukrainische Drohne verletzt Ingenieure am AKW Saporischschja

Bei Minenräumarbeiten am russisch besetzten Kernkraftwerk Saporischschja seien Ingenieure von einer ukrainischen Drohne angegriffen worden, teilte der russische Atomkonzern Rosatom mit. Der Angriff sei eindeutig geplant gewesen. Zwei der drei verletzten Ingenieure befänden sich in kritischem Zustand; insgesamt seien fünf Verwundete zu beklagen. Die Ukraine wies die Vorwürfe zurück, eine von der IAEA vereinbarte Feuerpause gebrochen zu haben.

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Wadephul sagt Ukraine unerschütterliche Unterstützung zu

Außenminister Johann Wadephul sagte der Ukraine nach der Absage von Kremlchef Wladimir Putin an ein Verhandlungsangebot unverbrüchliche Unterstützung zu. Man ziehe aus Putins Aussagen die Konsequenz: „Unsere Unterstützung für die Ukraine ist und bleibt unerschütterlich.“ Je eher Putin an den Verhandlungstisch komme, desto eher höre das Sterben auf. Europa müsse in mögliche Verhandlungen einbezogen werden und mitbestimmen. „Deutschland steht zu 100 Prozent an der Seite der Ukraine“, versicherte der Bundesaußenminister.

Putin und Altkanzler Schröder führen Vier-Augen-Gespräch

Ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Wladimir Putin und Altkanzler Gerhard Schröder sei „gut und freundschaftlich“ verlaufen, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Kreml-Berater Juri Uschakow. Putin hatte Schröder zuvor als möglichen Vermittler zwischen Russland und Europa ins Spiel gebracht.

Selenskyj: Russland wählt erneut den Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedauerte die Ablehnung eines direkten Treffens durch Putin. „Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Antwort sei schwach und enttäuschend. Er forderte stärkere internationale Maßnahmen: „Russland muss weniger Geld haben und der Druck auf Russland muss steigen.“ Der Kreml erneuerte die Aufforderung zu einer Reise nach Moskau; Putins Berater Uschakow bezeichnete Selenskyjs Schreiben als „mehrere Seiten Frechheiten“.

IAEA: Russische Soldaten bei Zwischenfall an AKW Saporischschja verletzt

Bei einem schweren Zwischenfall nahe dem AKW Saporischschja seien russische Soldaten verletzt worden, teilte die IAEA mit. Der Vorfall habe sich während der Minenräumung im Rahmen einer lokalen Waffenruhe ereignet. Russland warf der Ukraine vor, die Feuerpause gebrochen zu haben; die Ukraine wies dies zurück. IAEA-Chef Grossi rief zu maximaler militärischer Zurückhaltung und vollständiger Einhaltung der Waffenruhe auf.

Putin sieht Ukraine im Drohnenkrieg nicht im Vorteil

Kremlchef Wladimir Putin sieht Russland im Luftkrieg gegen die Ukraine technologisch im Vorteil. Beim Einsatz von Drohnen herrsche Parität, in einigen Bereichen sei Russland vorn. Der Ukraine gelinge es nicht, hochwertige Waffen herzustellen; sie sei vollständig von ausländischen Lieferungen abhängig. Putin verwies auf die funktionierende russische Flugabwehr, obwohl Militärbeobachter auf Überlastung und Zerstörung in den besetzten Gebieten hinweisen. Putin forderte, ukrainische Drohnen effektiver auszuschalten.

Putin lehnt Treffen mit Selenskyj ab

Wladimir Putin hat das von Selenskyj angebotene direkte Treffen abgelehnt. „Ich sehe darin noch keinen Sinn“, sagte er auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Vor einem Gipfeltreffen müssten Vereinbarungen für eine dauerhafte Lösung getroffen werden. Das Schreiben aus Kiew enthalte „Elemente von Unverschämtheit“. Die beste Antwort sei ein Aufruf an das russische Militär: „An die Arbeit, Brüder!“ Putin erklärte, die Kriegsziele könnten auch militärisch erreicht werden.

Putin kritisiert „unfairen Westen“

Putin skizzierte in seiner Rede den Übergang zu einer multipolaren Welt mit neuer Machtordnung. Russland plane mit China und Indien eigene Wirtschaftssysteme, um unabhängiger vom Westen zu werden. Den europäischen Ländern warf er politische Kurzsichtigkeit und Aggressivität vor. Die Sanktionen und eingefrorenen Vermögen kämen „Diebstahl“ gleich.

Merkel will nicht mit Putin verhandeln

Altkanzlerin Angela Merkel wies Spekulationen über eine Verhandlungsrolle für die EU gegenüber Russland zurück. Man könne mit Putin nur verhandeln, wenn man mit politischer Macht ausgestattet sei, die auf Zeit vergeben werde. Auch sie und François Hollande hätten nicht jemanden gebeten, an ihrer Stelle zu verhandeln. „Auch heute ist das Sache derer, die über Macht und Legitimation verfügen.“

Putin warnt vor westlichen Zahlungssystemen

Der russische Präsident hält es für riskant, sich auf westliche Zahlungssysteme und Währungen zu verlassen. „Sie finden immer einen Vorwand, um Ihnen den Zugang abzuschneiden“, sagte er. Die hohen Schuldenquoten von Ländern wie Frankreich, Italien und Belgien seien vorsichtig zu behandeln.

Putin sieht globalen Paradigmenwechsel

Putin begann seine Ansprache mit dem Vorwurf, die europäische Elite schließe andere Staaten von Fortschritt aus. Russland stehe unter Druck, werde aber unabhängiger. Die Welt stehe vor einem globalen Paradigmenwechsel hin zu einem faireren Wirtschaftssystem. Das Wachstum außerhalb des Westens sei ungebrochen; die BRICS-Staaten seien wesentlich für das globale Wirtschaftswachstum.

Gefangenenaustausch zwischen Russland und Ukraine

Russland und die Ukraine haben je 185 Kriegsgefangene ausgetauscht. Moskau bedankte sich bei den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung. Der Austausch fand an der Grenze zwischen der Ukraine und Belarus statt. Selenskyj bestätigte die Rückkehr von 185 ukrainischen Soldaten und einem Zivilisten; einige waren seit 2022 in Gefangenschaft.

Berlin unterstützt Selenskyjs Vorstoß

Die Bundesregierung begrüßte das Verhandlungsangebot Selenskyjs. „Wir teilen die Ansicht, dass an Gesprächen mit Russland auch Vertreter Europas und der USA beteiligt werden sollen“, sagte Regierungssprecher Sebastian Hille. Ein tragfähiger Friede könne nur unter Einbeziehung der Europäer erreicht werden. Die Ukraine zeige Gesprächsbereitschaft, bei Russland sei dies nicht zu beobachten.

Merz, Starmer und Macron beraten mit Selenskyj

Die Regierungschefs von Deutschland, Großbritannien und Frankreich wollen am Sonntag in London mit Selenskyj über Friedensverhandlungen beraten. Macron sagte, die Europäer könnten direkte Verhandlungen unterstützen.

Vier Tote bei russischem Drohnenangriff auf Babynahrungsfabrik

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Babynahrungsfabrik nahe Kiew wurden vier Menschen getötet und sieben verletzt. Das Werk stellt Milchprodukte her; ein Verwaltungsgebäude wurde zerstört. Selenskyj verurteilte die Attacke und warf Russland vor, gezielt zivile Infrastruktur anzugreifen. Er drängte die Verbündeten, die Luftabwehr zu stärken und den wirtschaftlichen Druck auf Moskau zu erhöhen.

Seedrohne in rumänischem Schwarzmeerhafen explodiert

Eine Seedrohne eines im Ukrainekrieg eingesetzten Typs explodierte im Hafen von Constanta. Verletzte gab es nicht; das Gebiet war zuvor gesichert worden. Präsident Nicusor Dan lobte das schnelle Handeln. Die Drohne entstamme nicht dem rumänischen Militär. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen warnte vor einer Bedrohung für alle EU-Ostgrenzen.

Fünf Aserbaidschaner bei Angriff im Asowschen Meer getötet

Bei einem Drohnenangriff auf zwei Frachtschiffe im Asowschen Meer wurden fünf Aserbaidschaner getötet, drei verletzt. An Bord befanden sich insgesamt 25 aserbaidschanische Staatsbürger; die Schiffe gehörten nicht zu Aserbaidschan.

Regionale Waffenruhe zur Reparatur am AKW

Die Ukraine und Russland einigten sich auf eine begrenzte Waffenruhe, um Reparaturen am AKW Saporischschja zu ermöglichen. Die IAEA hatte vermittelt. Während der Waffenruhe soll eine Stromleitung wiederhergestellt werden, um das Risiko eines Atomunfalls zu verringern.