Krieg in der Ukraine: Russland droht mit Atomwaffen und blockiert Verhandlungen
Ukraine-Krieg: Russland droht mit Atomwaffen

Russland: Einsatz von Atomwaffen mit Belarus möglich

Russland und Belarus sind nach Angaben des russischen Vize-Außenministers Michail Galusin jederzeit bereit, alle verfügbaren Mittel einschließlich Atomwaffen zur Gewährleistung ihrer Sicherheit einzusetzen. Dies erklärte er der Zeitung „Iswestija“. Russland unterhalte eine militärische Präsenz in Belarus und beide Länder führten regelmäßig gemeinsame Bereitschaftsprüfungen durch. Man bleibe in ständiger Bereitschaft, um die Sicherheit des Unionsstaates zu gewährleisten.

Moskau blockiert Verhandlungsvorstoß von EU und Ukraine

Die russische Führung hat die neue Initiative der Ukraine und führender europäischer Staaten für Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges abgelehnt. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf den europäischen Staaten Doppelzüngigkeit vor. „Macron, Starmer und Merz versuchen, von Frieden zu reden, und unterstreichen zugleich ihre Absicht, das Kiewer Regime bei der Produktion neuer Waffengattungen zu unterstützen, um den Krieg fortzusetzen“, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Präsident Wladimir Putin habe seine ablehnende Haltung zu neuen Verhandlungen bereits beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg klargemacht.

Nato-Kampfjets schießen Drohne über Lettland ab

Kampfjets der Nato haben eine Drohne über Lettland abgeschossen. Nach Angaben der lettischen Armee handelte es sich um ein ausländisches Flugobjekt, das infolge „russischer elektromagnetischer Kriegsführung“ in den lettischen Luftraum eingedrungen war. Ein zwischenzeitlich ausgerufener Luftalarm wurde aufgehoben. Verirrte Militärdrohnen schüren in den baltischen Staaten und Finnland zunehmend die Sorge vor einem Übergreifen des Ukraine-Krieges auf die nördlichen Nato-Grenzen.

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Moldau meldet Absturz russischer Drohne

In Moldau sind die Trümmer einer russischen Drohne entdeckt worden. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Drohne sei während russischer Angriffe auf die Ukraine in der Nacht zum 8. Juni nahe dem Dorf Lopatna abgestürzt und explodiert. Das Militär registrierte den Grenzübertritt gegen 0.20 Uhr. Die Trümmer wurden auf einem Feld gefunden, Spuren deuteten auf eine Explosion hin.

Ukraine vereitelt Anschlag auf Geheimdienstmitarbeiter

Die ukrainischen Sicherheitsbehörden haben einen geplanten Anschlag auf einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes HUR vereitelt. Ein 38-jähriger ehemaliger Soldat mit Kampferfahrung habe sich bereit erklärt, den Anschlag im Auftrag russischer Geheimdienste zu organisieren. Als Gegenleistung wurden ihm 100.000 US-Dollar versprochen. Nach Erhalt einer Anzahlung von 10.000 Dollar begann der Verdächtige, Informationen über das Ziel zu sammeln und das Wohnumfeld auszuspähen.

Weitere Entwicklungen im Ukraine-Krieg

Drei Tote bei russischem Angriff auf Region Charkiw

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Tschuhujiw in der nordöstlichen Region Charkiw wurden drei Menschen getötet. Rettungskräfte sind im Einsatz, um ein Feuer zu löschen, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit.

Selenskyj: Positives Gespräch mit US-Gesandten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj führte ein positives Gespräch mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über eine Beilegung des Ukraine-Kriegs. Er dankte für die Bereitschaft, in den kommenden Wochen aktiv an einer diplomatischen Lösung zu arbeiten. Die von den USA vermittelten Verhandlungen stocken derzeit, da sich Washington auf den Iran-Konflikt konzentriert.

Vier Zivilisten bei russischen Angriffen getötet

Durch russische Angriffe in der Ukraine wurden am Montag mindestens vier Zivilisten getötet und mehr als 30 verletzt. In Saporischschja wurden zwei Frauen getötet, in Sumy ein 71-Jähriger, in Dnipropetrowsk eine 49-Jährige. In Donezk gab es sieben Verletzte, in Odessa drei.

EU-Sanktionen kosten Russland bis zu 1,5 Billionen Dollar

Westliche Sanktionen haben Russland nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas schätzungsweise 1,2 bis 1,5 Billionen Dollar gekostet. „Die Zahlen sprechen Bände“, sagte sie. Zum Außenministertreffen liegen Vorschläge für Sanktionen gegen mehr als 80 weitere Akteure vor.

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EU überweist weitere Milliardenhilfen an die Ukraine

Die EU hat der Ukraine weitere Finanzhilfen in Höhe von knapp 2,8 Milliarden Euro ausgezahlt. EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos betonte das Tempo und Engagement der Ukraine bei Reformen. Die Gelder sollen für Staatsausgaben verwendet werden. Insgesamt haben die EU und ihre Mitgliedstaaten Hilfen von knapp 205 Milliarden Euro zugesagt.

Ukrainische Armee meldet Geländegewinne

Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Anfang 2026 mehr als 600 Quadratkilometer Land von Russland zurückerobert. Allein im Mai habe die Ukraine 100 Quadratkilometer mehr unter Kontrolle gebracht, als sie verloren habe, teilte Armeechef Oleksandr Syrskyj mit.

Prorussische Behörden: Angriff auf Passagierzug auf der Krim

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Passagierzug auf der Krim wurde ein Lokführerassistent getötet, der Lokführer verletzt. Der Zug war auf der Strecke Moskau–Simferopol unterwegs. Fahrgäste blieben unverletzt. Der Angriff trifft auch das Tourismusgewerbe auf der Krim, wo mit drei bis vier Millionen weniger Touristen gerechnet wird.

Russische Truppen ziehen sich von Kinburn-Nehrung zurück

Russische Einheiten haben begonnen, sich von der Kinburn-Nehrung in der Region Mykolajiw zurückzuziehen. Grund sind unterbrochene Versorgungswege und hohe Verluste, teilte die ukrainische Partisanenbewegung „Atesch“ mit. Die Versorgung mit Munition, Treibstoff und Lebensmitteln sei vollständig zum Erliegen gekommen.

Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen auf

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung nennen sie fünf Voraussetzungen für einen gerechten Frieden, darunter eine Waffenruhe, die aktuelle Frontlinie als Ausgangspunkt, Sicherheitsgarantien für die Ukraine, eingefrorene russische Vermögenswerte und die Wahrung europäischer Sicherheitsinteressen.