Die Internationale Raumstation (ISS) ist in höchster Alarmbereitschaft. Astronauten mussten am Freitag in ihre angedockten Raumfahrzeuge flüchten und sich auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten. Der Grund für die dramatischen Szenen im All: Ein Leck im russischen Teil der ISS, das eine ernsthafte Gefahr für die Besatzung darstellt.
Undichtigkeit im russischen Modul
Nach Angaben der NASA und der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos wurde das Leck im russischen Segment der Station entdeckt. Die genaue Ursache ist noch unklar, aber die Besatzung handelte sofort nach den Sicherheitsprotokollen. Die sieben Astronauten, darunter drei US-Amerikaner, zwei Russen und je ein Japaner und ein Europäer, suchten Schutz in den angedockten Raumschiffen vom Typ Sojus und Crew Dragon.
Vorbereitung auf Notfall
Die Raumfahrzeuge dienen im Notfall als Rettungskapseln und können die Besatzung schnell zur Erde zurückbringen. Die Astronauten verbrachten mehrere Stunden in den Kapseln, während die Bodenkontrolle die Situation analysierte. Ein Sprecher der NASA erklärte: "Die Sicherheit der Besatzung hat oberste Priorität. Wir arbeiten eng mit unseren russischen Partnern zusammen, um das Problem zu beheben."
Mögliche Ursachen und Folgen
Experten vermuten, dass das Leck durch einen Mikrometeoriteneinschlag oder Materialermüdung verursacht worden sein könnte. Solche Vorfälle sind selten, aber nicht ungewöhnlich im Weltraum. Die ISS ist seit über 25 Jahren in Betrieb und regelmäßig Wartungsarbeiten unterzogen. Sollte das Leck nicht repariert werden können, könnte die Station vorübergehend evakuiert werden.
Bisher gibt es keine Hinweise auf eine akute Gefahr für die Astronauten. Die Bodenkontrolle hat die Besatzung angewiesen, in den Raumfahrzeugen zu bleiben, bis die Lage geklärt ist. Weitere Updates werden erwartet.



