US-Militär wehrt iranischen Drohnenangriff in Kuwait ab
US-Militär wehrt iranischen Drohnenangriff in Kuwait ab

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen weiteren iranischen Drohnenangriff auf Stellungen der US-Streitkräfte in Kuwait abgewehrt. Laut dem Regionalkommando Centcom wurde eine „Welle iranischer Drohnen“ abgefangen, es gab keine Verletzten oder Schäden.

Erfolgreiche Abwehr der Drohnen

Die US-Luftverteidigung habe mehrere Drohnen „erfolgreich abgewehrt“, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Auch weitere Angriffe mit ballistischen Raketen seien abgefangen worden. Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem „Selbstverteidigungsschläge“ auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus durchgeführt worden. Die Angaben des US-Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Öltanker außer Gefecht gesetzt

Zuvor hatte das US-Militär im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe am Dienstag versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft.

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Warnungen ignoriert

Die Besatzung des unter der Flagge Botsuanas fahrenden Schiffes habe wiederholte Warnungen ignoriert und sei den Anweisungen der US-Streitkräfte über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg mehrfach nicht nachgekommen, hieß es weiter. Ein US-Flugzeug habe eine Rakete vom Typ Hellfire (Englisch für „Höllenfeuer“) in den Maschinenraum des Schiffes gefeuert und damit verhindert, dass der Tanker den Iran erreicht.

Veröffentlicht wurde auch ein Video, das das angegriffene Schiff zeigen soll. Darauf ist der Einschlag eines Geschosses in den Tanker zu sehen und danach aufsteigender Rauch. Laut Centcom haben US-Streitkräfte im Rahmen ihrer Blockade bislang sechs Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt und 122 umgeleitet.

Verhandlungen stocken

Derzeit stocken die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zur Beendigung des Iran-Kriegs. Seit Anfang April gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe. Während iranische Nachrichtenagenturen berichten, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, erklärte US-Präsident Donald Trump, die Verhandlungen dauerten an. Alle anderen Berichte dazu seien falsch und irreführend.

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