Eskalation in Nahost: Börsen in Südkorea und Japan unter Druck
Die jüngste Eskalation im Nahen Osten hat die Aktienmärkte in Ostasien schwer getroffen. Der südkoreanische Leitindex Kospi eröffnete die Handelswoche mit einem Minus von mehr als acht Prozent. Aufgrund der extremen Kursschwankungen ordnete die Börse in Seoul eine zwanzigminütige Handelsunterbrechung an. Bis zum Ortszeitmittag konnte sich der Kospi etwas erholen und notierte noch rund vier Prozent im Minus. Der japanische Nikkei 225 verlor zeitgleich 3,8 Prozent.
Am Sonntagabend hatte der Iran zum ersten Mal seit zwei Monaten Raketen auf Israel abgefeuert. Als Reaktion darauf griff Israel am Montagmorgen den Iran an. Die iranischen Angriffe waren eine Vergeltung für israelische Luftschläge gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon. Diese neue Eskalation schürt die Angst vor einem offenen Krieg zwischen den beiden Ländern. Zudem könnte ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA nun gefährdet sein.
Die Ölpreise reagierten ebenfalls mit deutlichen Anstiegen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im August kostete am frühen Montagmorgen 96,27 US-Dollar. Das entspricht einem Plus von knapp 3,2 Prozent im Vergleich zum Vortag. Besonders hart trifft dies die Volkswirtschaften Südkoreas und Japans, die stark auf Öllieferungen aus der Region angewiesen sind.
Die Entwicklung zeigt, wie empfindlich die globalen Finanzmärkte auf geopolitische Spannungen reagieren. Anleger flüchten vermehrt in sichere Anlagen, während die Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten zunimmt.



