Iran greift Israel trotz Waffenruhe an – Vergeltungsschläge folgen
Iran greift Israel trotz Waffenruhe an

Im Nahen Osten ist die vereinbarte Waffenruhe erneut gebrochen worden. In der Nacht zum Montag griff Iran Israel mit mehr als einem Dutzend Raketen an. Die israelischen Streitkräfte antworteten umgehend mit Vergeltungsschlägen. Das iranische Staatsfernsehen berichtete von mehreren Explosionen in der Hauptstadt Teheran, bei denen auch Anlagen der petrochemischen Industrie getroffen wurden. Die Bilder der Einschläge sind bislang nicht unabhängig verifiziert.

Huthi-Miliz beteiligt sich an Angriffen

Neben Iran feuerte auch die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz im Jemen erneut mehrere Raketen auf Israel ab, wie ein Sprecher der Miliz mitteilte. Die Angriffe erfolgten trotz der geltenden Waffenruhe im Libanon, die von internationalen Vermittlern ausgehandelt worden war. Iran begründete seine Attacken mit „wiederholten Verstößen“ der israelischen Armee gegen diese Waffenruhe. Der Libanon selbst ist in dem Konflikt keine aktive Kriegspartei, jedoch ist die Hisbollah, die im Libanon operiert, der wichtigste nicht-staatliche Verbündete Irans.

Israelische Gegenschläge treffen auch Teheran

Israel reagierte auf die Raketenangriffe mit gezielten Gegenschlägen. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens gab es mehrere Explosionen in Teheran, die auf israelische Angriffe zurückgingen. Dabei seien auch petrochemische Anlagen getroffen worden, die aus Erdöl und Erdgas Industrieprodukte herstellen. Die Aufnahmen der Schäden konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Einzelheiten der Vergeltungsschläge.

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Iran erklärt Angriffe für beendet – droht aber mit Härte

Gegen Mittag erklärten die iranischen Streitkräfte ihre Angriffe auf Israel für beendet. Gleichzeitig warnten sie vor härteren Angriffen, sollte Israel seine Attacken im Libanon fortsetzen. Die Drohung richtet sich gegen israelische Militäroperationen, die nach iranischer Darstellung die Waffenruhe verletzen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor ein sofortiges Ende der Angriffe von beiden Seiten gefordert. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Eskalation mit großer Sorge.

Die erneuten Raketenangriffe und die israelischen Vergeltungsschläge zeigen, wie fragil die Waffenruhe im Nahen Osten ist. Trotz der Vereinbarung zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon bleibt die Region ein Pulverfass. Iran und seine Verbündeten nutzen die anhaltenden Spannungen, um ihren Einfluss geltend zu machen. Die Zivilbevölkerung in Israel, im Libanon und im Iran leidet unter der anhaltenden Gewalt. Experten warnen vor einer weiteren Eskalation, die den gesamten Nahen Osten destabilisieren könnte.

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