Iran-Drohne trifft Flughafen Kuwait: Ein Toter und mehrere Verletzte
Iran-Drohne trifft Flughafen in Kuwait: Ein Toter

Iranischer Drohnenangriff auf Kuwait: Ein Toter am Flughafen

Bei dem jüngsten iranischen Drohnenangriff auf Kuwait ist am internationalen Flughafen der Hauptstadt ein Mensch getötet worden, mehrere weitere wurden verletzt. Das teilten das Außen- sowie das Verteidigungsministerium des Golfstaats mit. Die Armee des Landes erklärte bei X, mehrere "feindliche" Drohnen hätten "im Rahmen einer iranischen Aggression" das Passagierterminal T1 des Flughafens getroffen. Es habe "erhebliche materielle Schäden" gegeben.

Reaktionen aus Kuwait

Das kuwaitische Verteidigungsministerium sprach von Schäden nach einer "kriminellen iranischen Aggression". Die genaue Zahl der Verletzten ist nicht bekannt. Sie seien medizinisch versorgt worden, erklärte das Ministerium in Onlinediensten. Zudem seien die Streitkräfte bereit, "jegliche Schritte" zu unternehmen, um die Sicherheit und Stabilität des kleinen Landes am Persischen Golf zu schützen.

Flugverkehr ausgesetzt

Der Flugverkehr wurde vorerst ausgesetzt, wie die amtliche kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna meldete. In der Nacht habe es zweimal Sirenenalarm gegeben. Flüge seien in Richtung anderer Flughäfen umgeleitet worden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

US-Militär verteidigte Stützpunkte in Kuwait

Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom hatte zuvor angegeben, der Iran habe in der Nacht zum Mittwoch unter anderem Kuwait angegriffen. Das US-Militär wehrte nach eigenen Angaben eine "Welle iranischer Drohnen" ab, die demnach Einrichtungen des US-Militärs im Land zum Ziel hatten. Auch iranische Ziele nahm das US-Militär ins Visier, darunter ein iranischer Öltanker in der Straße von Hormus sowie ein Telekommunikationsturm auf der Insel Qeschm.

Teheran rechtfertigt Angriff

Das Außenministerium in Teheran verurteilte die US-Angriffe. Sie verletzten die vereinbarte Waffenruhe und internationales Recht, so das Ministerium. Zudem trügen Kuwait und Bahrain eine "direkte und klare Verantwortung", da deren Territorium und Einrichtungen zur Unterstützung der US-Militäroperationen genutzt worden seien. Teheran behalte sich das Recht auf Selbstverteidigung vor und werde mit allen verfügbaren Mitteln reagieren. Dazu gehöre auch, die Ausgangspunkte künftiger Angriffe ins Visier zu nehmen.

Hintergrund des Iran-Krieges

Der internationale Flughafen von Kuwait war im Verlauf des Iran-Krieges mehrfach angegriffen worden. Erst am Montag hatte er den Betrieb vollständig wieder aufgenommen. Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen auf die Islamische Republik den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration