Prinzessin Ingrid Alexandra: Neue Hoffnung für Norwegens Monarchie?
Ingrid Alexandra: Neue Hoffnung für Norwegens Monarchie?

Nach den turbulenten Zeiten im norwegischen Königshaus rückt Prinzessin Ingrid Alexandra (22) zunehmend in den Mittelpunkt. Die Thronerbin soll künftig mehr Befugnisse erhalten und in Vertretung von König Harald V. (89) und Kronprinz Haakon sogar den Staatsrat leiten können. Dies berichtet die norwegische Presse unter Berufung auf geplante Verfassungsänderungen.

Prinzessin als Hoffnungsträgerin nach Krisen

Das Königshaus wird derzeit von mehreren Krisen erschüttert: Mutter Mette-Marit liegt nach einer Lungentransplantation in der Klinik, ihr Halbbruder Marius Borg Høiby (29) sitzt im Gefängnis. In dieser schwierigen Zeit setzt die königliche Familie auf optimistische Bilder – etwa beim Jubeln über den 2:1-Sieg Norwegens gegen Brasilien bei der WM. Ingrid Alexandra verfolgte das Spiel mit ihrem Bruder Sverre Magnus und stattete der Mannschaft nach dem Sieg in der Umkleide einen Besuch ab. Ein Video, in dem sie Torschützen Erling Haaland umarmt, ging viral.

Geplante Verfassungsänderung: Mehr Macht für die Prinzessin

Das norwegische Parlament plant eine Änderung der Verfassung, wonach Ingrid Alexandra offiziell als Regentin einspringen kann, wenn sowohl König Harald V. als auch Kronprinz Haakon verhindert sind oder sich im Ausland befinden. In solchen Fällen dürfte sie sogar den Staatsrat leiten, eine Aufgabe, die bislang die Regierung übernimmt. Diese überraschende Entwicklung kommt früher als erwartet, denn noch im vergangenen Jahr betonten ihre Eltern, wie wichtig es sei, dass die Tochter in Ruhe ihr Studium in Sydney abschließen kann.

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Studium in Sydney unterbrochen

Ingrid Alexandra hatte nach einer 15-monatigen Militärausbildung ein Bachelor-Studium in Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt internationale Beziehungen und politische Ökonomie an der Universität Sydney begonnen. Doch ein Vorfall trübte das Leben in Australien: Sicherheitskräfte fingen einen verdächtigen Brief an die Prinzessin ab, der auf einen Stalker hindeutete. Ein australisches Gericht verhängte daraufhin ein zweijähriges Kontaktverbot gegen einen 63-jährigen Mann. Zu diesem Zeitpunkt war Ingrid Alexandra jedoch bereits nach Oslo zurückgekehrt, da die Krankheit ihrer Mutter ihre Rückkehr erforderte. Sie hat sich nun an der Universität Oslo eingeschrieben und plant vorerst nicht, nach Sydney zurückzukehren.

Enge Bindung zu Mette-Marit

Die Beziehung zwischen Ingrid Alexandra und ihrer Mutter wird als sehr intensiv beschrieben. Gegenüber dem norwegischen Sender NRK sagte die Prinzessin im vergangenen Jahr, sie bewundere das Durchhaltevermögen ihrer Mutter im Kampf gegen die Lungenfibrose. Die räumliche Trennung während des Studiums sei für beide nicht einfach gewesen. „Mama ruft mich vielleicht siebenmal am Tag an“, verriet Ingrid Alexandra lachend. Bei ihrer Geburtstagsfeier zur Volljährigkeit hielt sie eine persönliche Ansprache, in der sie ihre Mutter lobte: „Mama, wir können über alles reden. Und wir können zusammen auf der Couch liegen und ,Sex and the City‘ gucken.“

Herausforderungen für die Monarchie

Mette-Marit hat in der Bevölkerung aufgrund ihrer Verbindungen zu Jeffrey Epstein an Sympathie eingebüßt. Viele Norweger können sich sie als künftige Königin nicht vorstellen. Kronprinz Haakon hingegen liegt weiterhin hoch im Kurs. Ingrid Alexandra, die für ihre Bodenständigkeit und ihren Einsatz für Demokratie, Klima und Vielfalt bekannt ist, könnte dazu beitragen, das Ansehen der Monarchie wieder zu stärken.

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