Ein 35-jähriger Mann hat am Sonntagnachmittag im Berliner Stadtteil Wedding zwei Frauen mutmaßlich rassistisch beleidigt und anschließend einen Polizisten angegriffen. Wie die Berliner Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 14.45 Uhr in der Nazarethkirchstraße.
Lautstarke rassistische Beleidigungen
Der Mann fiel den Einsatzkräften auf, als er eine 26-Jährige und eine 35-Jährige mehrfach lautstark mit rassistischen Äußerungen beleidigt haben soll. Als die Beamten seine Identität feststellen wollten, versuchte der Tatverdächtige zu flüchten. Er wehrte sich gegen die polizeilichen Maßnahmen, riss sich los und schlug einem Polizeibeamten mehrfach mit der Faust gegen den Oberkörper, so die Polizei.
Festnahme unter Gewaltanwendung
Die Polizisten brachten den Mann schließlich unter Anwendung körperlicher Gewalt zu Boden und fesselten ihn. Der angegriffene Polizist erlitt eine Verletzung an der rechten Hand und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Auch der Festgenommene wurde verletzt. Rettungskräfte brachten ihn mit Gesichtsverletzungen in eine Klinik, wo auf richterliche Anordnung eine Blutentnahme durchgeführt wurde.
Weitere Beleidigungen während der Fahrt
Während der Fahrt ins Krankenhaus beleidigte der Mann eine Einsatzkraft der Berliner Feuerwehr. Im Krankenhaus spuckte er einem weiteren Polizisten blutigen Speichel ins Gesicht. Nach der Behandlung wurde der 35-Jährige auf Anordnung eines Richters in Polizeigewahrsam genommen. Die weiteren Ermittlungen übernimmt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.



